Die Spielrunde in Emmendingen

Tribes: Early CivilizationAm 27. Juli 2018 fand wieder die Spielrunde in der Stadtbibliothek von Emmendingen statt. Gespielt wurde heute an bis zu drei Tischen mit insgesamt bis zu 13 Personen. Auf den Tischen befanden sich Spiele wie Robinson Crusoe, Zug um Zug – Deutschland, Flipships, Tribes, Ältere Zeichen, ganz schön clever und Guillotine.

Da ich bis her noch nicht das Vergnügen haben konnte den Klassiker Zug um Zug spielen zu können, setzte ich mich mit in die Runde Zug um Zug – Deutschland. Zug um Zug hat ein einfaches Spielprinzip, wenn du an der Reihe bist darfst du eine von drei Möglichkeiten wählen. Karten ziehen, Aufträge ziehen oder eine Zugstrecke Bauen. Beim Karten Nachziehen kannst du dir Karten aus einer offenen Auslage ziehen oder verdeckt vom Stapel. Willst du neue Aufträge ziehst du vier Karten und musst mindesten eine davon behalten. Zum Strecken Bauen benötigst du eine gewisse Anzahl an gleich farbiger Karten und platzierst dann deine Züge auf den entsprechenden Abschnitt. Je länger die Strecke ist desto mehr Punkte gibt es dafür. So habe ich auch einige lange Strecken gebaut und damit einige Punkte gemacht, doch am Ende war ich nur im hinteren Mittelfeld weil ich zu wenige auftrage hatte und mein größter wegen einem einzelne Zugs gescheitert ist.

Danach ging es mit Tribes in die Steinzeit und wir haben unsere Stämme entwickelt. Tribes war ein erfolgreicher Kickstarter der jetzt im Herbst auch bei Kosmos raus kommen soll. Das Spiel hat einen interessanten Aktionsmechanik. Es gibt Aktionsplättchen in einer Reihe und du kannst dir eins davon aussuchen. Für das erste musst du nichts bezahlen für jedes dass du überspringst muss du eine Muschel drauf legen. Solltest du zu wenig Muscheln haben, hast du eine geringere Auswahl. Als Aktionen kannst du deinen Stamm vergrößern, deine Landschaft erkunden, deinen Stamm bewegen und dich entwickeln. Punkte gibt es übers entwickeln die anderen Dinge brauchst du um dich entwickeln zu können. Ich hab mich ganz aufs Entwickeln konzentriert und immer nur geschaut das nötigste von allem zu haben. so kam ich auch sehr lange mit nur drei Landschaftsplättchen aus, wobei die anderen sich ganz schön ausdehnten. Je höher du dich entwickelst desto einfacher ist es auch an mehr Punkte ran zu kommen. Ein nettes kleines Zivilisationsspiel in der Steinzeit. Ich bin mal gespannt was Kosmos daraus macht.

Mit ganz schön clever ging es dann weiter. Das wohl erste reine Würfelspiel das zum Kennerspiel des Jahres nominiert wurde. Es gibt sechs verschieden farbige Würfel und jeder bekommt einen Zettel auf dem Felder angekreuzt werden. Du darfst drei mal würfeln und immer einen Würfel nehmen. Wenn du einen Würfel auswählst musst du alle die niedriger sind aus dem Spiel nehmen. So ist deine Auswahl begrenzt oder deine Anzahl an Würfel. Alle Würfel die du nicht benutzt kommen auf ein Silbertablett für die anderen Mitspieler, die sich einen Würfel aussuchen dürfen den sie verwenden. So musst du dich nicht nur entscheiden was du nimmst sondern auch was du den anderen gibst. Das ankreuzen auf dem Zettel kann später im Spiel zu einigen Zusatzaktionen kommen, dass du dir ganze Ketten von Kombinationen aufbauen kannst. Gefühlt war ich auch im ganzen Spiel so weit hinten, doch mit dem letzten Zug ging dann soviel und es hatte dann doch noch für einen Sieg gereicht.

Als Absacker kam dann Guillotine auf den Tisch. Ein sehr einfaches Kartenspiel bei dem es darum geht Adlige zu Köpfen. Während deines Zuges darfst du immer eine Aktionskarte spielen und einen Adligen köpfen. Die Adligen geben unterschiedliche Punkte. Die Aktionskarten können die Reihenfolge der Adligen ändern, dir anderweitig helfen oder deine Mitspieler ärgern. So ist es ein witziger Schlagabtausch wer den besten Adligen bekommt. Auch wenn es ein sehr einfaches Spiel ist, ist es denn noch gut erst einmal eine Partie gespielt zu haben um zu wissen was eigentlich alles mit den Karten möglich ist. So folgte der Ersten Partie eine Zweite, bevor es dann wieder nach Hause ging.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Zug um Zug – Deutschland (Days of Wonder)
  • Tribes: Early Civilization (Tea Time)
  • ganz schön clever (Schmith Spiele)
  • Guillotine (Amigo)

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Berliner Brettspiel Con 2018 (Tag 2/2)

Spring MeadowAm Sonntag war dann alles etwas entspannter. Es wurde nicht ganz so voll und vor dem Einlass statt in einer Schlange zu stehen, habe ich mich zu einer Partie Reef gesetzt.

Reef ist die zweite Neuerscheinung nach Azul unter dem Label Next Move. Ein abstraktes Spiel mit einfachen Regeln und doch taktische Tiefe. Nach Azul waren wohl die Erwartungen an das Spiel vielleicht ein wenig zu hoch, doch mir hat es denn noch gefallen und ich glaube es steckt auch mehr drin als auf dem ersten Blick ersichtlich ist. Alle Spieler spielen ein Korallenriff, dass sie möglichst punkteträchtig versuchen wachsen zu lassen. Während deines Zugs hast du zwei Möglichkeiten, eine Karte ziehen oder eine Karte spiele. Für das Ziehen von Karten liegen drei Karten offen in einer Auslage und eine Karte offen auf dem Nachschubstapel. Die Karten von der Auslage sind kostenlos, wenn du die Karte vom Stapel willst musst du einen Siegpunkt auf die Karte mit den wenigsten Siegpunkten legen. Die Karten haben immer zwei Aktionen einmal neue Korallen zum anpflanzen und dann eine Wertung. Für die Wertung ist immer ein Muster abgebildet was beliebig oft erfüllt werden kann doch jede Koralle darf nur einmal gewertet werden. Pro erfüllte Wertung gibt es die Siegpunkte, die auf der Karte stehen. So können einige gute Kombos aufgebaut werden, wenn du passende Karten findest. Das Spiel ist beendet wenn es von einer Korallensorte keine Steine mehr gibt oder es keine Karten mehr zum Nachziehen gibt. Danach darf jeder noch seine Karten Spielen. Da können noch einige Punkte zusammen kommen, somit sollte bedacht sein wann und ob du das Ende einleitest.

Danach waren auch die Tore der Convation geöffnet und wir konnten rein. Ich schaute mich noch mal ein wenig um, aber machte mich erst mal auf den Weg Richtung Azul Turnier. Beim Azul Turnier kamen sieben Tische mit je vier Leuten zu stande. Gespielt wurde im KO-System und nur die jeweiligen Gewinner kamen weiter. Da es sieben Tische waren wurde aus den zweit Platzierten noch einer ausgelost und durfte dann auch noch weiter spielen. In der ersten Runde wurde sich nichts geschenkt, nur eine baute fröhlich vor sich hin. Sie bildete eine gelbe Diagonale und eine passende Senkrechte zu Beginn und machte damit unglaubliche Punkte. Am Ende hatte sie zwei Senkrechte und eine Farbe komplett. Mir hingegen wurde alles weggeschnappt und hatte somit Schwierigkeiten was aufzubauen. So hatte mir dann ein Stein für den zweiten Platz gefehlt und ich war draußen. Nach einem Spiel die Besten zu ermitteln zeigt für mich weniger was von Können, als schnell mal ein Turnier durch ziehen damit es gemacht ist.

Nach meinem Misserfolg ging ich dann wieder in den Ausstellerbereich und hatte nun Zeit um die Neuheit Spring Meadow von der Edition Spielwiese auszuprobieren. In der Etage angekommen hatte sich auch gerade ein Tisch mit drei Spielern gebildet bei dem ich mich anschließen konnte. Spring Meadow ist das dritte und wohl letzte Puzzlespiel in der Rosenbergreihe bei der Edition Spielwiese. Thematisch ist gerade der Winter vorbei und der Schnee fängt an zu schmelzen. Es gibt eine Auslage mit Puzzleteilen wie bei Cottag Garden und Spielertableaus wie bei Indian Summer. Bei den Puzzleteilen gibt es welche mit Loch und welche ohne Loch. Die Löcher sind hier recht Trickreich. Wenn du eine Gruppe von Löchern bildest bekommst du Extrateile in der Größe eins weniger als die Gruppe groß ist. Zu dem gibt es auf dem Tableau Murmeltierhöhlen, die im Grunde nicht über baut werden müssen, aber wenn sie mit einem Loch über baut werde geben sie in der Wertung einen extra Punkt. Du kannst auch eine Murmeltierhöhle ohne Loch über bauen, doch dann musst du ein Murmeltier auf ein freies Loch auf einer Murmeltierhöhle legen und bekommst dafür dann keine Extrapunkte mehr. Eine Wertung wird ausgelöst wenn ein Spieler in seiner Reihe der Auslage nur noch ein Teil oder weniger hat. Der bekommt dann noch ein Picknickkorb der zwei Punkte extra gibt und es wird gewertet. Gewertet werden alle vollständigen Reihen von unten plus die erste angebrochene. Es gibt für jedes bedeckte Feld einen Punkt plus die Murmeltierhöhlen mit den Lochteilen ohne Murmeltieren. Wer zwei Wertungen gewinnt hat das spiel gewonnen. Es war immer sehr knapp. Vor allem am Schluss hat einer ein Teil so gelegt, damit er noch ein vierer Bonusteil bekommt um zwei Reihen zu vervollständigen. Doch dabei musste er eine Murmeltierhöhle über bauen und bekam dann weniger punkte. Hätte er das eigentlich Teil an der Stelle gelegt wo er das Bonusteil platzierte, hätte er zwar kein Bonusteil bekommen dafür mehr Punkte und den Sieg. Somit durfte ich mich über meinen Erfolg freuen.

Im Anschluss habe ich noch ein paar Bekannte beim Cranio Verlag getroffen, die einen Prototypen nach dem anderen ausprobierten. Sie waren gerade fertig mit einem und wollten sich zu dem nächsten aufmachen. Walls of York hieß er und ist ein einfaches Familienspiel bei dem du Mauern einer Stadt errichten musst. Ein Würfelturm gibt an was in der Stadt enthalten sein muss. Jeder Spieler hat ein variables Tableau, aber die sind in jedem Spiel bei allen gleich ausgerichtet. Auf den Tableaus gibt es die entsprechenden Gebäude aber auch Geld und Wikinger. Geld gibt Pluspunkte und Wikinger geben Minuspunkte. Dann gibt ein Würfel an wie die Mauerteile gebaut werden dürfen. Wer eine Stadt fertig hat bekommt dann Geld pro Zug bist die anderen fertig werden. Das ganze wird zwei Runden gespielt und wer die meisten Punkte hat gewinnt. Für Begeisterung hatte das Spiel nicht gesorgt, aber ist vielleicht ganz nett mit Kindern oder mal als Absacker.

Dann musste ich mich wieder einmal auf die Suche nach neuen Spielern machen und ging in die oberste Etage. Da wollten welche Bunny Kingdom an einem neuen Spieletisch spielen und ich konnte nicht nein sagen. Hier errichtete einer gleich zu Beginn ein riesiges Lehnsgut und machte damit unglaubliche Punkte. Ich war während des Spiels immer ganz schönes Schlusslicht. Doch ich hatten am Ende einen ganz schön dicken Stapel an Schriftrollen die mir noch mal ganz schöne Punkte in der Schlusswertung brachten. Am Schluss hatte mir dann doch gar nicht mehr so viel für den ersten Platz gefehlt, aber gereicht hat es leider nicht.

Zum Schluss wollten wir noch was Spielen und entschieden uns nach langen schweren Entscheidungen für Noria. Wieder einmal war ich der einzige der das Spiel schon kannte und ich machte meine gewohnten Züge und die anderen versuchten es mir nach zu machen. Das Spiel ging ganz schön auf Monopolstellungen. Ich ergatterte die ganzen Lampen und Energieschiffe, bekam aber dafür keine Obsidanschiffe ab, die auch für die Lampenproduktion gut gebrauchen könnte. Leider konnten wir das Spiel nicht zu ende spielen, weil die anderen noch vorm Schließen der Convantion zu ein paar Ständen wollten.

Am Schluss der Veranstaltung hauten dann die Fachhändler noch ihre Spiele mit guten Rabatten raus und ich machte noch ein paar Schnäppchen und mich dann so langsam auf dem Heimweg.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Reef (Next Move)
  • Azul (Next Move)
  • Spring Meadow (Edition Spielwiese)
  • Walls of York (Cranio)
  • Bunny Kingdom (iello)
  • Noria (Edition Spielwiese)

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Berliner Brettspiel Con 2018 (Tag 1/2)

Gaia ProjectVom 21. bis 22. Juli 2018 fand die Berliner Brettspiel Con zum zweiten Mal im Kühlhaus in Berlin Kreuzberg statt. Es ist die vierte Berliner Brettspiel Con und so langsam hat sie sich etabliert. Die Anhänger der Brettspielszene reisten von nah und fern an. Ich war schon eine knappe Stunde vor Einlass da. Im Vorjahr war ich damit der erste doch dieses Jahr durfte ich mich um die Zeit schon in einer Schlange anstellen. Immer hin wurden schon Vor Einlass Bändchen verteilt, so dass es dann später schneller Vorwerts gehen kann. Doch der Ansturm war groß so hatte sich wohl die Schlange später noch bis zur nächsten U-Bahnstation ausgedehnt. Beim Öffnen der Hallen war mein erster Weg wieder zum Flohmarkt, doch damit war ich nicht der Einzige, das hatten gefühlt fast alle vor. So gab es ein Engpass und ich hab für den ersten Meter zum Flohmarkt 10 Minuten gebraucht und um ganz durch zu gehen eine halbe Stunde. Wer später kam konnte gut die dreifache Zeit einplanen. Aber einmal durchgekommen gab es eine gigantische Auswahl an Spielen, viele auch noch eingeschweißt. Ich ergatterte mir ein original verpacktes Mage Wars Arena Grundspiel und ein NMBR 9. Danach machte ich mich auf in die weiteren Ebenen. Im Erdgeschoss waren so die Verkaufsstände neben dem Flohmarkt noch zwei Händler und ein T-Shirt Shop. Im ersten Obergeschoss kamen dann die großen Verlage. Ab hier konnten die Neuheiten ausprobieren. Nach oben kamen dann kleinere Verlage und im dritten Obergeschoss gab es noch eine Prototypengalerie, bei der sich neue Autoren ihre Werke präsentieren konnten. Im vierten Obergeschoss war die Turnierfläche. Turniere gab es reichlich in den zwei Tagen, unter anderem ein Gaia Project Blitz-Turnier, Klong, Klask, Azul, Munchkin, Netrunner, Dominion, Pandemic, Hero Realms, Half Pint Heroes und noch ein paar mehr. Eine Etage höher gab es dann noch eine große Fläche zum freien Spielen und die Spiele konnten sich bei einer Spielothek ausgeliehen werden. Auch wenn die Convention dieses Jahr zwei Stockwerke mehr bekommen hat, füllten sich die Räume dieses Samstag ziemlich gut.

Mein Augenmerk für den Tag war das Gaia Project Blitz-Turnier. So machte ich mich nach dem Flohmarkt und ein wenig Eindrücke sammeln auf in die vierte Etage. Das Turnier verlief in drei Runden bei der jeder Spieler 20 Minuten Zeit für seine Züge hat. Sortiert wurde nach jeder Runde nach einem Schweizer System, bei dem immer die besten zusammen an einem Tisch kommen. So haben eventuell Leute die nicht so viel Glück hatten noch einmal die Chance wieder auf zu steigen. Ich bin ja nicht so der geübteste Gaia Project Spieler und das auf Zeit spielen hatte das nicht noch unbedingt unterstützt. Die Zeit war zum Turnierspiel noch einmal ein zusätzlicher Stressfaktor, obwohl ich eigentlich immer gut mit den 20 Minuten auskam, weißt du zu Beginn nie ob es hinten dann noch ausreicht. Aber nur bei wenigen ging die Zeit so zu neige, dass sie keinen Zug mehr machen durften. Für die erste Runde entschied ich mich für die Geoden. Eigentlich das Volk was ich am besten kennen sollte, doch ich bekam meine Produktion nicht in Gang. Mit schuld war wohl auch, dass die Geoden zu nah an den anderen Völkern war und wir so die gleichen Planeten anstrebten. In der Partie haben dann die Ambas mein Interesse geweckt. Die haben die Fähigkeit ihren Regierungssitz mit einer Mine zu tauschen, was sehr stark ist um neue Allianzen zu bilden. Was ich dann im zweiten Spiel ausprobierte. Ich war zwar mit den Ambas ausreichend erfolgreich doch den Trick mit dem Regierungssitz tauschen konnte ich nicht so richtig einsetzten. Da das hier nicht so ganz relevant für den Sieg war, war es auch nicht so dramatisch. Durch meinen Sieg in der zweiten Runde schaffte ich es an den zweit besten Tisch. Da ich mir keine großen Hoffnungen machte wählte ich ein Volk aus was ich noch nicht kannte und entschied mich für die Nevla. Die haben die Fähigkeit, dass Macht doppelt zählt. Was ganz schön effektiv sein kann um an Ressourcen zu kommen. Doch musste ich leider feststellen, dass die Nevla wohl in kleineren Runden noch effektiver währen, weil dann weniger Machtaktionen weggeschnappt werden. So war ich hier zwar am Anfang lange führend, doch wurde ich zum ende hin ganz schön überrannt. Auch wenn es Blitz-Turnier heißt hat es doch fast den ganzen Tag in Anspruch genommen und es war fast 19⁰⁰ Uhr als das Turnier zu Ende war.

Das ist die Zeit wo die Ausstellerbereiche schließen und dann nur noch die freie Spielfläche zur Verfügung ist. So wurde es ganz oben auch voll und ich hab noch Bekannte getroffen für einen kleinen Absacker. Wir Spielten Itchy Feet ein kleines Reisekartenspiel bei dem alle Touristen sind und zwei Länder bereisen müssen. Um ein Land zu bereisen brauchst du drei Gegenstände und einen Reisepass. Wenn du dran bist kannst du eine Aktion machen. Eine Karte ziehen, einen Tausch anbieten wobei du bei Erfolg noch eine Karte ziehen darfst, Karten recyceln in dem du zwei Karten abwirfst und eine beliebige vom Ablagestapel nimmst, andere beklauen indem du eine Karte abwirfst und eine Karte zufällig von wem anderes ziehst oder du reist durch ein Land. Zum Reisen zeigst du deine Hand und gibst die benötigen Gegenstände ab. Deinen Reisepass behältst du. Ist es dein Land musst du das auch ablegen, danach musst du noch das Land in der Mitte bereisen. Wer das Land in der Mitte als erster bereist gewinnt das Spiel. Als Absacker war das für den heutigen Tag genau das richtige. Es ist schnell runter gespielt und du kannst auch ein wenig Interaktion mit deinen Mitspielern. Mit seiner kleinen Schachtel passt es auch in jedes Handgepäck.

Nach dem anstrengend Tag machte ich mich dann auch schon etwas frühzeitig auf dem Heimweg, statt noch einmal neue Spieler zu suchen und somit ausgeschlafen in den zweiten Tag zu starten.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Gaia Project (Feuerland)
  • Itchy Feet

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Brettspieletreff im Rieselfeld

PhotosyntheseAm 19. Mai 2018 fand der Brettspieletreff im Rieselfeld wieder im Café vom Glashaus statt. Einige wunderten sich schon wie viele trotz des heißen Wetters zum Spieletreff erscheinen. An fünf Tischen wurde das unterschiedlichste gespielt. Unter anderem kamen Spiele wie Stone Age, Concordia, Photosynteses, Tempel des Schreckens und die Quacksalber von Quedlinburg auf die Tische.

Ich wagte mich an Photosynthese. Ein der Neuerscheinungen des Jahrgangs das ganz schön gehypt wurde. Letztes Jahr auf der Messe in Essen hatte ich auch vergeblich versucht einen Tisch mit dem Spiel zu bekommen. So hatte ich jetzt die Gelegenheit es auszuprobieren. Optisch macht es ja einen sehr schönen Eindruck und das Thema mit dem wachsen der Bäume wurde meines Wissens nach auch noch nie in einem Spiel thematisiert. Im Spiel geht es darum mit seinen Bäumen Lichtpunkte zu sammeln und damit seine Bäume wachsen und vergehen lassen. Ein Baum fängt bei seinem Samen der von einem anderen Baum kommt an. Dann durchläuft er drei Wachstumsschritte bis er gefällt werden kann. Wenn ein Baum vergeht bekommt der Spieler einen Punktechip je nach dem wo der Baum im Wald steht. In der Mitte des Waldes bekommst du die meisten Punkte für einen Baum, doch am Waldrand gibt es das meiste Licht. Licht wird für das Wachstum benötigt. Somit ist es gar nicht so lukrativ sich auf die Mitte zu stürzen, wenn du dann kaum noch Licht abbekommst. So gewann auch der, der sich ganz auf den Rand konzentriert hatte. Weil er es so schaffte einen Baum mehr zu Fall zu bringen und so dann den Sieg doch noch knapp für sich entscheiden konnte. Ich fand das Spiel recht trocken und eine konkrete Taktik hatte sich im Spiel noch nicht erschlossen. Aber vielleicht kommt es ja wenn es öfter gespielt wird.

Als Absacker kamen dann die Quacksalber von Quedlinburg auf den Tisch. Ein recht entspannter Bagbuilder der es immer hin zur Nominierung zum Kennerspiel des Jahres schaffte. Ich schaffte es in der ersten Runde als einziger einen schwarzen Chip zu bekommen. Das nutzte mir leider nicht viel, weil er in der zweiten Runde nicht aus dem Sack kam und dann sich alle anderen auch auf die schwarzen Chips stürzten. Sobald die pinken Chips zum kaufen waren hab ich mich mehr darauf konzentriert. Doch die blauen und roten Chips sind in der Einsteigerversion auch nicht zu unterschätzen. Mit den blauen kannst du dir Chips aus dem Sack ziehen und dann entscheiden ob du davon einen einsetzt oder nicht. Was enorme Sicherheit bietet. Die Roten sind abhängig von den Kürbissen (orange Chips). Je nach dem wie viele Kürbisse du schon in deinem Kessel hast kannst du mit den roten Chips ganz schöne Sprünge machen. So kannst du mit den blauen und roten Chips ganz schön nach vorne kommen und so bekommst du mehr Punkte und Geld um neue und bessere Chips kaufen zu können. Denn noch noch bleibt es ein von Glück belastetes Spiel, denn die Knallerbsen (weiße Chips) können immer einen Strich durch die Rechnung machen und den Kessel zum Explodieren bringen. So ist es mir auch dieses mal wieder einmal geschehen. Aber wer nichts wagt der nichts gewinnt. So waren die Neueinsteiger in dem Spiel auch immer ein wenig vorsichtiger und hätten vielleicht mehr raus holen können wenn sie sich mehr getraut hätten. Das ist aber doch immer ein Spiel mit dem Risiko und wohl auch der Reiz eines Push-Your-Luck Spiels.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Photosynthese (Blue Orange)
  • Die Quacksalber von Quedlinburg (Schmidt Spiele)

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Spieleabend in Kollmarsreute

Nations: Das Würfelspiel - Der AufstandAm 12. Juni 2018 fand der Spieleabend in Kollmarsreute statt. Der diesige Abend ähnelte doch etwas dem vom Vormonat. Wir waren wieder zu viert und es kamen die gleichen Spiele auf den Tisch, doch dieses mal mit ein paar Erweiterungen.

Zum warm werden hatte es wieder mit Colt Express begonnen. Da eine neue Person anwesend war die das Spiel noch nicht kannte haben wir bei der ersten Partie die Erweiterungen noch weggelassen. Aber die neuste Promo mit dem Falschgeld durfte doch mitspielen. Leider gibt es zwischen dem Falschgeld und dem richtigen einen leichten Farbunterschied und wer das weiß hat dabei einen klaren Vorteil. Jedoch ist es nicht immer eindeutig zu erkennen und so ist jeder mal darauf reingefallen. Dies bringt doch noch eine weitere Glückselemente mit ins Spiel bei der sich die Spieler schön ärgern können. Ich spielte Cheyenne doch bekam hier auch leider viel zu selten eine Faustkarte auf die Hand und um ein Revolverheld zu werden ballerten mir die anderen zu viel. So konzentrierte ich mich voll auf das Beute einsammeln und bin ganz gut damit gefahren. Im Zweiten Spiel spielte noch die Postkutsche und der DeLorean mit. Hier bekam ich Belle als Charakter. Belle ist sehr gut, besonders in Spielen mit relativ vielen Mitspielern, da sie selten getroffen werden kann. Leider habe ich das nicht immer berücksichtigt und dann doch etwas ängstlich gespielt. Die Erweiterung Postkutsche & Pferde macht enormen Spass da die Bewegungsfreiheit erweitert wird. Mit den Pferden bist du noch flexibler um von einem Punkt zum anderen zu kommen. Dafür muss aller Dings auch ein Pferd neben dir stehen und bei uns sind in der ersten Runde gleich mal zwei Pferde wegen Erschöpfung ausgefallen. Zum anderen gibt es noch die Postkutsche, die wie ein weiterer Wagon neben dem Zug fungiert. In etwa der Hälfte des Spiels machte ich mich auf zu den Geiseln in der Postkutsche. Die erste Geisel war schon genommen. Der Fotograf der einem Geld pro Trefferkarte von anderen Spieler im eigenen Deck gibt. Doch auf dem hatte ich es eh nicht abgesehen, da ich als Belle bei ihm eh wenig Chance auf eine große Beute habe. Ich hatte den Priester im Auge, der einem satte 900$ als Lösegeld verspricht. Danach schnappte ich mir noch den Koffer aus der Lokomotive und mein Sieg war so gut wie sicher, ich musste nur noch allen Konflikten aus dem Weg gehen, was als Belle ja nicht unbedingt schwer ist.

Zum Abschluss des Abends machten wir uns wieder an Nations: das Würfelspiel dieses mal mit der Erweiterung der Aufstand. Bei der Erweiterung kommen neue grüne Würfel ins Spiel die von jedem Symbol zwei auf einer Seite hat und auf einer Seite eine Faust für einen Aufstand. Wird die Faust gewürfelt musst du als Aktion die Faust noch mal Würfeln oder den Würfel deaktivieren um eine normale Aktion durch zu führen. Zu dem gibt es jetzt noch wertvollere Chips. Beim Passen bekommen die ersten noch einen Gunstplättchen nach Wahl. Zudem noch ein Bonusplättchen in jedem Zeitalter was für alle gilt. Besonderes Highlight sind aber die neuen Spielertableaus die das Spiel asymmetrisch machen. So hat jede Nation eigene Besonderheiten. Ich spielte die Polen und konnte zwei Anführer haben und ein Anführerplatz gab mir schon zu Beginn ein Buchchip. Was ich ganz praktisch fand um in der Bildungsleiste möglichst weit vorne zu sein. Doch als Korea einen zweier Buchchip hatte, hatte ich keine Chance mehr an der Spitze zu bleiben. Die Punkte reichten aber am Schluss denn noch für einen Sieg.

So endete wieder ein schöner Abend und leider ist der nächste erst in zwei Monaten. Da der Spieleabend in Kollmarsreute im August eine Sommerpause macht. Dafür geht es dann im September wieder weiter und mal sehen vielleicht gibt es bis dahin auch wieder ein paar Neuheiten.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Colt Express (Ludonaute)
  • Nations: Das Würfelspiel – Der Aufstand (Lautapelit.fi)

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