Die Spielrunde in Emmendingen

AbyssAm 29. September 2017 fand die Spielrunde in der Stadtbibliothek von Emmendingen statt. So war ich nach ein wenig Sommerpause auch wieder einmal mit dabei. Schon zu Beginn kamen relativ viele Gäste zu dem Abend und rasch füllten sich auch fünf Tische mit unterschiedlichen Spielen und Menschen. Somit waren es knapp 20 Leute an diesem Abend und gespielt wurde unter anderem Terraforming Mars, Vikings Gone Wild, Epic PvP, Tokaido und Galaxy Defenders.

Als ich meine mitgebrachten Spiele auspackte stieß Viking Gone Wild sofort auf große Begeisterung und es dauerte auch nicht lange und wir hatten eine Partie mit vier Leuten zusammen. Vikings Gone Wild ist ein kürzlich erst erschienenes Deckbauspiel. Das Spiel ist sehr einfach strukturiert und illustriert, mit einem lustigen Wikinger Scham. So erklärte ich den anderen flott die Spielregeln und schon konnte es los gehen. Am Anfang kurbelten wir alle erst einmal unsere Produktion an, während ich mich rasch an meine Missionen machte um so gut punkten zu können, machte sich ein andere daran Einheiten zu rekrutieren. Diese Strategie erwies sich dann am Ende auch als die punkteträchtigere Strategie. Vor allem mit möglichst vielen Einheiten einen Angriff zu starken kann schnell ganz schön viele Punkte geben. Verteidigen kannst du dich zwar vor einem angriff mit bestimmten Karten, was auch Punkte bringt, doch wenn du nicht angegriffen wirst verstopfen diese Karten nur dein Deck. Das ist ein großer Manko denn wir beim spielen feststellen mussten, aber mit der kommenden Erweiterung Meister der Elemente wird dieser Aspekt unter anderem behoben. Denn dann gibt es Karten mit denen sowohl angegriffen als auch verteidigt werden kann.

Danach gingen auch an den anderen Tischen so allmählich die Partien zu Ende und die Spieler mischten sich neu. Wir entschieden uns für Bang! The Dice Game, da zum einen schnell und einfach ist und zum anderen auch noch relativ viele mitspielen können. So hatten wir mit sieben Spielern fast eine Vollbesetzung zu Stande bekommen. Da es wieder einmal mein Spiel war und es einige noch nicht kannten, stelle ich mich wieder einmal als Erklärbären zur Verfügung. Doch ich wusste nicht genau ob die Rollen allen so klar waren. Aber richtige Strategien kommen ja immer mit Erfahrung. Jeden Falls waren die Partien recht zurückhaltend und die meisten hatten dann die Indianer auf dem Gewissen. Doch das Ende war dann doch noch immer knapp und spannend.

Nach zwei runden Schießerei im wilden Westen ging es dann ich die Unterwasserwelt von Abyss. Dieses Spiel kannte ich noch nicht und es hatte einen Interessanten Mechanismus. Du kannst selbst entscheiden wie viele Karten du aufdeckst doch wenn du auf etwas besseres hoffst machst du es deinen Mitspielern auch nur noch besser. So ging es mit einem Mix aus Push your Luck, Setcolection und Workerplacement darum Adlige für sich zu gewinnen. Die wiederum Punkte und besondere Fähigkeiten mit sich brachten. Zu Beginn hab ich wohl unsinniger weise meine Perle zu schnell ausgegeben und dann mich auf zwei Adlige konzentriert die mir dann vor der Nase weggeschnappt wurden. Dann hatte ich ein Haufen unnützer Karten auf der Hand und den Anschluss zu den anderen verloren. Aber dies kann ich dann beim nächsten mal besser machen. Wenn einem die Mechaniken des Spiels gefallen ist Abyss bestimmt ein schönes Spiel, doch ansonsten bietet es nicht unglaublich viel Tiefe.

Im Anschluss machte ich mich dann mal wieder auf den Heimweg.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Vikings Gone Wild – Das Brettspiel (Lucky Duck/Corax)
  • Bang! The Dice Game (Abacus Spiele)
  • Abyss (Asmodee)

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Stadt-Land-Spiel! in Seeshaupt

Vikings Gone Wild - Das BrettspielAm 10. September 2017 wurde im Rahmen des Tag des Gesellschaftsspiels „Stadt-Land-Spiel!“ in der Nachbarschaftshilfe von Seeshaupt ein Spieletag veranstaltet. „Stadt-Land-Spiel!“ findet nun seit vier Jahren immer an einem Wochenende im September statt und mittlerweile gibt es über 100 Organisatoren die eine Spieletag in diesem Rahmen bei sich organisieren. Es ist immer wieder ein schönes Event und ein guter Einblick was die Spielewelt gerade so zu bieten hat. Der Spieletag in Seeshaupt war sehr gut besucht und zeitweise war sogar die Befürchtung, dass der Raum mit den ca 15 Tischen nicht mehr ausreichen würde. Von jung bis halt und von Gelegensheit- bis Expertenspieler war alles vertreten. Neben einer Auswahl von über 150 Spielen gab es noch einen kleinen Flohmarkt, ein riesiges Kaffee & Kuchen Buffet, ein Informations- & Mitnehmstand und Ein Gewinnspiel. Beim Gewinnspiel gab es ein großes Glas gefüllt mit Würfeln, Murmeln, Figuren, etc und es sollte geschätzt werden wie schwer es ist. Zu gewinnen gab es ein paar kleinere Spiele.

Zu Beginn sollte es erst einmal etwas leichtes schnelles sein bis dann so langsam mehr Gäste eintrudeln. Die Wahl fiel auf Why first? Ein kleines Spiel bei dem es das Ziel ist Zweiter zu werden. Alle Spieler haben einen Pöppel auf einer Zählleiste und es gibt Karten mit Plus- oder Minuswerten. Jede Runde geben gleichzeitig alle Spieler eine Karte einem Spieler (anderer oder sich selbst), danach werden die Karten ausgeführt. Wer am Ende Zweiter ist bekommt die Punkte entsprechend der Zahl auf der er steht gut geschrieben. Dieser Durchgang wird fünfmal wiederholt und wer am Ende die zweit meisten Punkte hat gewinnt das Spiel. Die Spannung blieb bis zum Schluss. In den ersten beiden Durchgängen Haben zwei Spieler sich jeweils sechs Punkte ergattert. Danach kam eine mit sieben Punkten. Was gut für die Leute mit sechs Punkten war, doch in der vierten Durchgang hat einer es auf neuen Punkte geschafft. In der Letzten Runde konzentrierten sich irgendwie alle Spieler auf einen, so konnte ich still und heimlich für mich spielen und machte zur Überraschung der anderen sieben Punkte und war geteilter Sieger.

Danach wollte ich Vikings Gone Wild ausprobieren. Im Vorfeld hatten schon einige Interesse für das Spiel gezeigt und so kam es dann auch auf den Tisch. Vikings Gone Wild ist ein Deckbauspiel das möglichst einfach und witzig gestaltet wurde. So kamen wir gut rein, doch für die wo Deckbau kein Begriff war braucht es wohl denn noch erst einmal ein Probespiel. Doch die Aktionsmöglichkeiten sind recht leicht verständlich und übersichtlich. Ziel des Spieles ist es die meisten Siegpunkte zu machen. Auch kein außer gewöhnliches Konzept. Siegpunkte bekommst du aber auf unterschiedlichsten Weisen, wie zum Beispiel erfüllen von Missionen, erfolgreichen Angriffen, gelungenen Verteidigungen oder Mehrheiten in den Endbedingungen. Beim ersten Spiel waren die Regeln noch nicht ganz gefestigt und bei einem Deckbauspiel braucht es immer ein wenig um die Karten und ihre Möglichkeiten kennen zu lernen. Das Spiel ist gut gemacht und wenn du erst einmal drin bist auch recht schnell gespielt. Am Ende ging es auch schon fast zu schnell und wir hätten gerne noch weiter gespielt. Das Spiel ist gerade frisch auf deutsch raus gekommen und kommende Erweiterungen versprechen ein noch vielseitigeres Spielgefühl. Ich bin gespannt und werde auf jeden Fall da weiter dran bleiben.

Im Anschluss ergab sich keinen wirkliche Spielrunde die mich angesprochen hatte. So schaute ich mich erst einmal ein wenig um was es noch so gab. Nach einer Weil schloss ich mich dann einer Runde an die gerade mein Traumhaus spielten. Ein Familienspiel das Letztes Jahr auf den Markt kam und es geht darum ein Haus möglichst schön einzurichten. Es ist ein recht simpler Workerplacement-Mechanismus bei dem es keine Worker gibt, sonder reihum werden Karten aus der Mitte genommen. Die Karten haben immer einen oder einen Fähigkeit bzw Dach. Räume müssen geschickt mit einander kombiniert werden um am ende mehr Punkte zu geben. In der ersten Partie sind bei mir noch ein paar kleine Fehler eingeschlichen. Doch danach sollte auch gleich noch eine zweite folgen. Bei der zweiten Partie hatte ich schon einen besseren Überblick und konnte wohl richtig Punkten und das Spiel für mich entscheiden. Mein Traumhaus ist ein nettes kleines Spiel für die ganze Familie, wohl auch gut um Kindern bekannte Mechaniken wie Workerplacement und Setkollektion nahe zu bringen.

Nach dem bauen der Traumhäuser war der Wunsch da noch ein einfaches schnelles Spiel zu spielen, die Wahl traf dann hier auf Yeti. Ein recht einfaches Würfelspiel bei dem versucht wird die Spuren des Yetis zu folgen um ihn so zu finden. Spuren des Yetis gab es auf unterschiedlichen Weisen zu finden. In der Spielplanmitte gibt es einen Berg bei dem je höher du kommst desto effektiver ist es Spuren zu suchen. Doch wenn du oben bist musst du aufpassen, dass du nicht abstürzt, sonst musst du den Weg wieder nach oben finden. Aber du kannst dir auch auf Skizzen, Fotos oder Filmaufnahmen kaufen und so einer Spur folgen. Zu dem kannst du auch noch Ausrüstung kaufen, was deinen Würfelwurf verbessert. In der ersten Partie lief es ziemlich gut für mich doch da hatten die anderen auch noch nicht gesehen wie hilfreich die Ausrüstung sein kann. So hatte ich einen ganz guten Vorsprung vor den anderen. Bei der zweiten Partie war das ganze dann ein wenig schwieriger, da haben dann alle schon ein wenig mehr den Einblick gehabt auf was es ankommt und so war es dann zum Ende ein Kopf an Kopf Rennen wer wohl den Yeti zu erst erreichen würde.

Als der Yeti ein zweites mal gefunden war, musste ich mir eine neue Spielrunde suchen da sich diese auflöste weil die Leute gehen mussten. Es lichteten sich allmählich auch die Reihen und als einer dann noch Fiese Freunde Fette Feten als Absacker vorschlug war ich gleich mit dabei. Ein Spiel bei dem du dein Leben neu passieren lässt und von der Pubertät bis zum Erwachsen werden du versuchst fünf Lebensziele zu erfüllen. Das Spiel ist sehr breit gefächert und sehr lustig illustriert. Du kannst alles werden oder machen. Drogenabhängig, dick, krank, gläubig, traurig, klug, reich und vieles mehr, aber alles kannst du auch wieder verlieren. So kannst du dich auch mit anderen befreunden, mit ihnen eine Beziehung eingehen, mit ihnen schlafen, Kinder kriegen, heiraten und die auch wieder trennen. Das Leben bieten unzählige Facetten und um deine Lebensziele zu meistern musst die richtigen Aktivitäten meistern. Dafür gibt es eine große Auswahl an Karten in der Mitte bei dem du dir überlegen musst was du zu erst tust und worauf sind die anderen scharf, aber auch in welcher Reihenfolge du deine Lebensziele absolvieren möchtest. Auch dieses Spiel war wieder ziemlich spannend. In der dritten runde waren einige ganz kurz davor das Spiel zu beenden. Doch ihnen hatte immer noch eine klitze kleine Kleinigkeit gefehlt um ihr letztes Lebensziel zu erfüllen. So stiegen sie nach und nach aus der dritten Runde aus und ich war am Ende fast der einzige Aktive Spieler für diese Runde noch und konnte dann getrost gerade so meine Ziele erfüllen.

Am Ende wurde dann noch alles aufgeräumt und die Leute verschwunden allmählich alle nach Hause.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Why First? (Pegasus)
  • Vikings Gone Wild – Das Brettspiel (Lucky Duck/Corax)
  • Mein Traumhaus (Pegasus)
  • Yeti (Pegasus)
  • Fiese Freunde Fette Feten (2F)

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Berliner Brettspiel Con 2017 (Tag 2/2)

Dice ForgeAm zweiten Tag war ich wieder pünktlich vor Einlass vor Ort. Die Schlange am Eingang wurde immer länger und es waren einige Gesichter dabei die ich am Vortag schon auf der Convention gesehen habe. Wer heute den Stempel von gestern zeigen konnte kam sogar ein wenig billiger rein.

Mein erstes Ziel war für den Tag eigentlich das neue Spiel Gaia Project von Feuerland. Ein Nachfolger von Terra Mystica. Doch leider war ich zu langsam und eine andere Person besetzte den Platz für seine Gruppe, die schon vier Leute waren. So kam ich dann dann neben an bei der Spielwiese ins gespräch und mir wurde Memoarrr gezeigt. Eine Art Memoryspiel im lustigen Piratenstyle. Es wird ein Raster von fünf mal fünf Karten ausgelegt und wenn du an der Reihe bist musst du eine Karte aufdecken. Der nächste muss eine Karte mit dem gleichen Tier oder dem gleichen Hintergrund aufdecken. Wer eine Karte aufdeckt die nicht passt scheidet aus. Wer als letztes übrig bleibt bekommt eine Schatzkarte. Auf den Schatzkarten sind unterschiedlich viele Edelsteine abgebildet und wer am ende am meisten hat gewinnt das Spiel. Es war ganz nett und ist auch eine schön Alternative zu Memory, die ein wenige mehr einen Wettstreit fördert. Nach unserem Spiel wurde auch eine Liste angefangen für das spätere Turnier. Dafür hab ich mich dann auch gleich mal eingetragen.

Danach entdeckte ich unweit entfernt auf einem Tisch Dice Forge und drei Leute die gerade dabei sind es an zu fangen. Ich fragte ob ich noch mit einsteigen könne und mir wurde auch gleich das Spiel erklärt. Dice Forge hat einen Dicebuilding-Mechanismus auf den ich schon länger warte. Die Würfel funktionieren wie Legosteinene und jede Seite kann ausgetauscht werden, so verbesserst du dir deine Würfel von zeit zu zeit im Spiel immer mehr. Aber im Spiel kannst du dir nicht nur Seiten für deinen Würfel holen, sondern auch Karten die noch mal besondere Effekte bringen. Es gibt auch genügend Karten, so dass nicht immer alle in einer Partie dran kommen und für Abwechslung im Spiel sorgen. Manche Karten haben einen einmaligen Effekt andere einen dauerhaften. Alle Karten geben Siegpunkte und so geht es hier auch wieder darum wer am meisten Siegpunkte hat gewinnt das Spiel. Doch Sieg Punkte bekommst du nicht nur über Karten sonder du kannst auch Seiten deiner Würfel damit bestücken und so bekommst du immer Siegpunkte wenn du sie Würfelst. Was ich recht effektiv empfand. So hab ich wohl auch mich hauptsächlich darauf konzentriert meine Würfel aus zu bauen. Das Konzept ging im Nachhinein auch ganz gut auf und ich gewann das Spiel mit deutlichem Abstand.

Nach dem Erfolg in einem schönen Spiels wollt ich mich zur Turnierfläche auf machen und mich bei Klask auf die Probe stellen. Es dauerte eine weile bis ich einen Mitspieler gefunden habe. Irgendwann fand sich aber einer der wohl das Spiel noch nicht kannte. Wir Spielten so erst einmal ein Probepartie bevor es dann mit dem Turnier los gehen konnte. Die hatte ich noch zu meinen Gunsten entschieden, doch danach war es wohl erst und ich hab in der nächsten Partie kein Fuß mehr gefasst. Für das Turnier mussten zwei Partien gewonnen werden um weiter zu kommen. So folgt noch eine und diese war wesentlich Spannender, aber um ein Punkt musst ich auch diese an meinem Gegenüber abgeben. Am Ende hat als Trost jeder Teilnehmer immer hin noch eine Trinkflasche mit dem Klasklogo bekommen.

Mit dieser Niederlage wollte ich mich dann gleich ins nächste Turnier stürzen. Beim Hunter & Cron Cup fehlte mir noch das Spiel Cottage Garden. Doch am heutigen Tag war deutlich weniger los als am Samstag davor. So brauchte es ein wenig bis ich Spielen konnte und ich nutzte die Pause um mich mit einer Brotzeit zu stärken. Als es so weit war konnte es dann auch nach der Regelerklärung los gehen. Mit den strategischen Möglichkeiten bei dem Spiel bin ich noch nicht so ganz vertraut, so habe ich in der Regel versucht möglichst große Plättchen zu verbauen um schnell meine Gartenabschnitte voll zu bekommen. So konnte ich mir immer hin grade noch so den letzten Bienenstock holen und somit einen extra Punkt ergattern. Zum Ende der fünften Runde war ich auch froh, dass ich die sechste nicht mehr brauchte und somit auch keine Minuspunkte bekam. Es reichte hier auch wieder immer hin für den zweiten Platzt und erstaunlicher Weise hat auch diese Partie wieder einer gewonnen der das Spiel noch nicht kannte. Doch beim Hunter & Cron Cup ist es nicht entscheidend möglichst oft zu gewinnen sondern wer am meisten Siegpunkte von allen drei Spielen gemacht hat. So bin ich mal gespannt wie viel Punkte andere so geschafft haben.

Danach schaute ich noch einmal zu Noria, weil ich einfach begeistert von dem spiel war. Hier waren auch schon wieder Leute fleißig am Spielen. Dann wurde ich gefragt ob ich nicht bei Indian Summer mit machen wollt. Auch ein Prototyp und der Nachfolger von Cottage Garden. Das Design stand noch nicht fest. Es soll vermutlich sich im Herbst abspielen und bunte Laubbilder zusammen puzzlen. Jeder hat einen Spielplan mit sechs Segmenten und ein paar Feldern in unterschiedlichen Farben. Die Puzzleteile haben alle ein Loch und wird das Loch auf ein farbiges Feld gelegt kommt ein Würfel in selbiger Farbe darauf. Wenn ein Segment vollendet ist, bekommst du diesen Würfel. Sind mehrere Felder mit einem Loch in einer bestimmten Form angeordnet so bekommst kannst du ein passendes Extrateil darauf legen und bekommst noch einmal einen Würfel von jeder Farbe die sich darunter befindet. Bei ganz bestimmten Formen gibt es sogar noch einen Extrawürfel dazu. Die Würfel geben dir noch einmal besondere Fähigkeiten zu deinen Zügen hinzu, wenn du sie einsetzt. Gewonnen hat wer seinen Spielplan als erster voll bekommen hat. So hab ich versucht möglichst viele große Puzzleteile zu verbauen und hab weniger darauf geachtet Segment für Segment fertig zu bekommen. Was einem Spieler neben scheinbar wichtiger war. Das war wohl auch ein gutes Konzept und hatte zwar ein Chaos auf meinem Spielplan doch ich war immer hin als erster fertig und dies war auch entscheidend für den Sieg.

Im Anschluss sollte auch gleich das Memoarrr Turnier beginnen. Ich machte mich dann auch schnell auf zur Turnierfläche und kam gerade noch rechtzeitig dort an. Gespielt wurde immer zu dritt. Wir hatten es alle erst einmal auf der Convention gespielt und es war auch eine sehr spannende Partie. Eine konnte leider keinen Schatz für sich gewinnen, so haben wir es unter uns zwei ausgemacht. Sie war am Anfang ganz gut dabei, bis ich dann aufholte. Entscheidend war dann die letzte Runde es war schon fast alles aufgedeckt und ich musste dann für eine Karte aufdecken wo es nur zwei Karten als Möglichkeit in frage kamen, doch diese wurden im ganzen Spiel nicht aufgedeckt. So setzte ich alles auf eine Karte und es war leider die falsche. Bei der Endwertung hatte mir dann ein Edelstein für den Sieg gefehlt und ich schaffte es somit auch nicht eine Runde weiter zu kommen.

Wieder einmal machte ich mich auf in Richtung Noria. Viel hatte sich hier aber nicht getan, es waren noch immer die gleichen Spieler vor ort. Es ist aber auch ein schönes Spiel bei dem du dich gedanklich ganz schön vertiefen kannst. So setzte ich mir zum Ziel zu warten bis diese Partie fertig ist, in der Hoffnung danach auch noch einmal das Spiel spielen zu können. Da es ersichtlich noch dauerte drehte ich noch eine Runde um zu schauen was es noch so gibt und entdeckte auch eine Ecke die ich bis her noch nicht gesichtet hatte, der Streaming Raum. In einem Extra Raum streamten Hunter & Cron während der Convention live übers Internet. Es gab hier Diskussionsrunden und Spielevorstellungen. Als ich den Raum betrat hat Ravensburger grade sein für das Spiel des Jahres nominiertes Spiel Aufbruch nach El Dorado vorgestellt. Ich persönlich fand es auch mal interessant ein Blick hinter die Kamera zu werfen und Hunter & Cron bei ihrer Arbeit zu zusehen. Ich schaute ein paar Spielevorstellung noch zu und machte mich dann abermals auf zu Noria.

Dieses mal war es auch so weit, dass die momentane Partie quasi am Ende war. Es wurden dann noch die Siegpunkte gezählt und Feedback abgegeben. Danach durfte ich mich dann noch einmal an das Spiel setzten und wir bekamen einen dreier Runde zusammen. Ich fand es gut mal mit mehr Spielern das Spiel spielen zu können und ein paar Gedankengänge aus der ersten Partie mit einfließen zu lassen. Dieses mal hatten wir auch das Vergnügen, dass die Autorin persönlich mit am Tisch saß und unser Spielen beobachtet. Für diese Partie entschied ich mich mehr auf das Schiff zu setzten um schneller an Technologie zu kommen und so auch schnell die Politik beeinflussen zu können. Doch so dauerte es auch etwas länger meine Produktion in Gang zu bringen und in der Politik auf zu steigen. Es war alles ein wenig knapp und am Ende war es doch wider hilfreich darauf einzusteigen was die anderen dachten mir entgegen zu wirken. Somit hatt es dann doch noch für einen Sieg gereicht. Aber das ist auch mit ein spannender Punkt bei dem Spiel immer etwas flexibel bleiben.

Im Anschluss wurde wieder aufgerufen, dass geschlossen wird und somit machte ich mich auch so allmälich auf den Heimweg.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Memoarrr! (Edition Spielwiese)
  • Dice Forge (Asmodee)
  • Klask (Game Factory)
  • Cottage Garden (Edition Spielwiese)
  • Idian Summer (Edition Spielwiese)
  • Noria (Edition Spielwiese)

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Berliner Brettspiel Con 2017 (Tag 1/2)

Cookie BoxVom 15. bis 16. Juli 2017 fand die Berliner Brettspiel Con im Kühlhaus in Berlin Kreuzberg statt. Das Kühlhaus war ein altes Fabrikgebäude, das früher zur Kühlung von Lebensmittel gedient hatt, heute wird es für Veranstaltungszwecke vermietet. Die Convention erstreckte sich im Kühlhaus über vier Etagen. Der Eingangsbereich befand sich hinter dem Haus im Innenhof, dort befand sich auch noch ein Imbiss und Graffiti-Künstler. Im Erdgeschoss gab es zu nächst erst einmal einfache Kost. Einige Verlage stellten ihre Familienspiele und kleinere Würfel- und Kartenspiele aus. Eine Treppe höher erstrahlte dann die ganze Convention in ihrer Pracht in der Mitte befand sich der groß angekündigte Flohmarkt. Auf den Tischen stapelten sich die Spiele so hoch, dass die Menschen dahinter kaum noch zu erkennen waren. Von der Mitte des Raumes war alles weitere auch gut zu erkennen bis hoch in das oberste Stockwerk. Neben weiteren namentlich bekannten Verlagen, die großflächig ihre Spiele repräsentierten, gab es im ersten Stock auch noch einen Raum mit einem Livestream. Hier war es einmal möglich Hunter & Cron bei der Arbeit hinter und vor der Kamera zu zusehen. Im zweiten Obergeschoss befanden sich viele kleinere Stände von kleineren Verlägen. Ganz oben angekommen im dritten Obergeschoss gab es dann auch einen großen Spielbereich, bei dem einige Spielevereine und Treffs ihre Spiele zur Verfügung gestellt haben und frei gespielt werden konnten. Zu dem gab es auch noch eine sehr gut genutzte Turnierfläche, bei der auch die ganzen Tage rund um die Uhr gespielt wurde. Doch mit ein wichtiger Punkt in dritten Stock war die Prototypen Galerie die sich rund um die Mitte erstreckte. Hier konnten neue Autoren ihre Ideen präsentieren und Interessierte ein mal ganz frische neue Spiele ausprobieren.

Mein erster Anlaufpunkt war der Flohmarkt, um die Goldstücke aus den Bergen von Spielen raus zu picken. Doch leider wurde ich hier nicht fündig und schlenderte weiter bis ein Prototyp meine Aufmerksamkeit erhaschte. Er kam mir bekannt vor, doch ich wusste noch nicht in welche Schublade ich ihn stecken sollte. Der Name war Noria von Sophia Wagner und tatsächlich habe ich ihn schon vor längerer Zeit auf Youtube gesehen, seit dem hatte sich an dem Prototypen einiges getan doch er war deutlich noch im Prototypenstatus. Mir wurde ein wenig über das Spiel erzählt und meine Aufmerksamkeit wurde immer größer. Das Besondere an dem Spiel ist der neu entwickelte Weahl-Building-Mechanismus. Jeder Spieler hat ein Rad mit drei Segmenten auf denen Tokens abgelegt werden können die verschiedene Aktionen symbolisieren. In jeder Runden wird eine Auswahl an Aktionsmöglichkeiten gewählt und am Ende des Zuges das Rad weiter gedreht, doch die Segmente drehen sich unterschiedlich schnell, somit gibt es in jeder Runde eine andere Auswahl an Aktionsmöglichkeiten. Bei dem Spiel können Ressourcen abgebaut und veredelt werden. Doch was am meisten Punkte gibt das entscheiden die Spieler in der Politik. So ist es ein stetiges optimieren auf den verschiedensten Ebenen. Wir spielten zu zweit und kannten beide das Spiel noch nicht. In dieser Partie gab es ein großes Gefecht in der Politik und es wurde geblufft und hart gekämpft. Obwohl ich nicht genau wusste was entscheidend ist schaffte ich es am ende dann doch noch zum Sieg. Während dem Spielen wurde auch immer fleißig notiert was so vorgefallen ist, um eventuell noch Kleinigkeiten zu verbessern. Zum Abschluss gab es dann noch eine frage bezüglich Feedback und ich muss sagen mir persönlich hat es sehr gefallen. Es soll auch schon dieses Jahr zur Spiel in Essen raus kommen und könnte wahrscheinlich mein Highlight des Jahres werden.

Danach machte ich mich auf zum Hunter & Cron Cup. Der erste den ich bekam war mit dem Spiel Räuber der Nordsee. Ein Workerplacementspiel im der Welt der Wikiniger, bei dem immer ein Arbeiter eingesetzt und ein anderer entnommen wird. Ich versuchte mich auf mein Spiel zu konzentriere und möglichst schnell auf Raubzug zu gehen um schnell an weiteren Ressourcen zu kommen. So gelang mir auch die erste Plünderung im Spiel. Doch die anderen kamen auch schnell nach. Die Darbietungen hab ich ein wenig vernachlässigt und mich so mehr auf die Plünderungen konzentriert. Es lief eigentlich gar nicht so schlecht, doch es war immer recht knapp. Am Ende bin ich dann um einen Punkt am Sieg vorbei gerauscht.

Die anderen Spiele waren belegt und somit machte ich erst einmal eine kleine Pause und begab mich auf die Suche nach einer Freundin. Die überredete mich dann zu Magic Maze und wir schlossen uns einer Gruppe Neulingen an und machten uns somit zu fünft in die Hallen des Kaufhauses auf um uns mit Waffen ein zu decken. Die erste Runde, wie hätte es anders sein sollen, ging kläglich in die Hose. Doch vermutlich braucht es das immer um erst einmal in das Spiel rein zu kommen. Beim zweiten mal ging es auch schon deutlich besser. Doch auch auf der Convention konnte das Spiel mich nicht überzeugen.

Somit ging ich dann wieder zurück zum Hunter & Cron Cup um ein weiteres Spiel zu spielen. Bei der Turnierfläche angekommen dauerte es nicht lange und wir bekamen eine Scythe Runde zusammen. Ich bekam das nordische Volk, dem ich noch nicht so vertraut war, aber ich kam einigermaßen mit zurecht. Doch die anderen schreiteten ziemlich schnell mit ihren Sternen voran und das Spiel war ungewöhnlich stark konfliktreich. Aber so ist es immer unberechenbar wenn mit neuen Leuten gespielt wird. Der Hunter & Cron Cup war auch ein Spassturnier, das sich vor allem auch an Neulinge richtete um diese Spiele mal näher kennen zu lernen. So war auch hier eine Person dabei die das Spiel nicht ganz verstanden hat aber ganz gut unterstützt wurde, dass es doch immer hin für einen Sieg reicht. Ich hingegen schaffte es überraschender Weise doch noch auf den zweiten platz. Bei Spielende war meine Produktion noch nicht ganz ausgereift und ich wollte dann erst mit der Verbesserung meines Ansehens beginnen. Aber mal sehen wann ich da mal wieder ein wenig dran Arbeiten kann.

Mein Kopf rauchte und ich brauchte erst einmal eine Pause und leichtere Kost. So mach ich mich wieder auf die Suche und endete dann bei Klask. Kein Brettspiel wie im klassischen Sinne, sonder vielleicht eher eine Abwandlung von Tischkicker. Jeder Spieler hat einen magnetischen Stab unter einer Platte mit dem er seine Figur auf dem Spielfeld in seiner Hälfte bewegt. Es geht darum als erster sechs Punkte zu erziehlen. Ein Punkt bekommst du dafür den Ball ins gegnerische Tor zu schießen, wenn der Gegner die Kontrolle über seine Figur verliert oder der Gegner zwei von drei kleine weiße Magnete an seiner Figur kleben hat. Ein nettes Spiel Für zwischen durch, was nicht nur den Geist sonder auch die Geschicklichkeit trainiert. Für meinen Geschmack hätte es ein wenig größer ausfallen können, doch so ist es wohl ideal für jeden Tisch geeignet. Wir übten ein wenig denn zu diesem Spiel sollte es auch noch ein Turnier geben und es macht auch Spass, so folgte eine Partie nach der anderen.

Als wir dann keine Lust mehr hatte schlenderten wir weiter durch die Gänge und blieben bei einem recht lecker illustriertem Spiel hängen. Es hieß Cookie Box und es geht darum Cookies richtig in eine Box ein zu sortieren. Alle haben neuen Pokerchips auf denen auf jeder Seite unterschiedliche Cookies abgebildet sind. In jeder Runde gibt es eine Karte die sagt wie die Cookies angeordnet sein müssen. Wer das als erstes schafft schlägt auf eine Glocke und signalisiert das er fertig ist. Wenn das stimmt bekommt er die Karte und die nächste Runde beginnt. Wer am Ende die meisten Karten hat gewinnt das Spiel. Ein weiteres Spiel was die Geschicklichkeit auf Probe stellt und auch hier wieder mit eine menge Spass verbunden. Doch du solltest aufpassen, dass du nicht zu großen Hunger bekommst wenn du die ganze Zeit auf Cookies starrst.

Nach dem Spiel wollten wir noch einmal zu Flohmarkt schauen und sehen was es unten noch so gibt. Doch dort angekommen hieß es auch bald, dass die Convention schließt und nur noch das oberste Stockwerk offen ist für freies spielen. So gingen wir bald darauf auch nach oben um zu sehen ob wir noch etwas kleines zum Spielen finden, doch alles war rappel voll und wir begaben uns auf den Heimweg. Es war auch schon reichlich viele Eindrücke für einen Tag.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Noria (Edition Spielwiese)
  • Räuber der Nordsee (Schwerkraft-Verlag)
  • Magic Maze (Pegasus)
  • Scythe (Stonemaier Games)
  • Klask (Game Factory)
  • Cookie Box (Korea Boardgames)

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Brettspieletreff im Rieselfeld

UrsuppeAm 8. Juli 2017 fand der Brettspieletreff im Rieselfeld wieder im Glashaus statt. Auch hier kamen trotz des heißen Wetters ein paar Menschen zum spielen zusammen. Eine Gruppe entschied sich recht schnell für Mombasa. Wir über legten noch ein wenig da wir ein Spiel für fünf Spieler suchen mussten. Später sind dann auch noch ein paar mehr Leute dazu gekommen und schnappten sich ein 6 Nimmt.

Einer schwärmte sehr für sein Spiel Ursuppe, so ließen wir uns davon überzeugen es zu Spielen. Ursuppe hatte im Jahr 1998 den 2. deutschen Spielepreis gewonnen. So war es schon ein wenig interessant zu sehen wie früher die Brettspiele aussahen. Bei Ursuppe spielen alle eine Gruppe von Amöben und versuchen zu überleben, ganz nach dem Motto friss oder stirb. Nahrung wird in dem Spiel als Holzwürfel dargestellt. Jede Runde muss eine Amöbe vier unterschiedlich fremdfarbige Würfel verspeisen, andererseits hungert sie und stirbt wenn sie zu oft gehungert hat. Nach dem essen werden zwei Würfel der eigenen Farbe wieder ausgeschieden, so finden andere Amöben auch wieder etwas zu essen. Es gibt zu dem noch Genkarten die besondere Fähigkeiten haben und das Spiel so ein wenig taktischer machen. Für Amöben und Genkarten gibt es jede Runde Punkte und wer am Ende die meisten Punkte hat, dessen Art hat gewonnen. Ich hab mich ein wenig gespielt gefühlt in dem Spiel und es gibt auch so einige alte Mechaniken. Auch das Design war nicht gerade Übersichtlich und es brauchte seine Zeit sich einen Überblick zu schaffen. Doch dafür, dass das Spiel doch schon so einige Jahre auf dem Buckel hat, war es für seine Zeit bestimmt ganz gut.

Nach der vorzeitlichen Jagt auf Nahrung ging es in das Zeitalter der Zauberer mit Wizard. Ein klassisches Stichspiel bei dem vor jeder Runde angesagt werden muss wie viele Stiche gemacht werden. In jeder Runde gibt es mehr Karten, so ist es auch immer wieder eine neue Überlegung wie weit du gehst. Es lief für mich eigentlich ganz gut, ich war immer so auf dem ersten oder zweiten Platz. In der letzten Runde schloss ich mit dem Spitzenreiter gleich auf, doch eine andere machte noch mehr Punkte und gewann das Spiel.

Danach war eigentlich noch Zeit für weitere Spiele doch die Leute war wohl sichtlich erschöpft und machten sich dann doch schon etwas früher auf den Heimweg.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Ursuppe (Z-Man Games)
  • Wizard (Amigo)

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