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Berliner Brettspiel Con 2018 (Tag 1/2)

Gaia ProjectVom 21. bis 22. Juli 2018 fand die Berliner Brettspiel Con zum zweiten Mal im Kühlhaus in Berlin Kreuzberg statt. Es ist die vierte Berliner Brettspiel Con und so langsam hat sie sich etabliert. Die Anhänger der Brettspielszene reisten von nah und fern an. Ich war schon eine knappe Stunde vor Einlass da. Im Vorjahr war ich damit der erste doch dieses Jahr durfte ich mich um die Zeit schon in einer Schlange anstellen. Immer hin wurden schon Vor Einlass Bändchen verteilt, so dass es dann später schneller Vorwerts gehen kann. Doch der Ansturm war groß so hatte sich wohl die Schlange später noch bis zur nächsten U-Bahnstation ausgedehnt. Beim Öffnen der Hallen war mein erster Weg wieder zum Flohmarkt, doch damit war ich nicht der Einzige, das hatten gefühlt fast alle vor. So gab es ein Engpass und ich hab für den ersten Meter zum Flohmarkt 10 Minuten gebraucht und um ganz durch zu gehen eine halbe Stunde. Wer später kam konnte gut die dreifache Zeit einplanen. Aber einmal durchgekommen gab es eine gigantische Auswahl an Spielen, viele auch noch eingeschweißt. Ich ergatterte mir ein original verpacktes Mage Wars Arena Grundspiel und ein NMBR 9. Danach machte ich mich auf in die weiteren Ebenen. Im Erdgeschoss waren so die Verkaufsstände neben dem Flohmarkt noch zwei Händler und ein T-Shirt Shop. Im ersten Obergeschoss kamen dann die großen Verlage. Ab hier konnten die Neuheiten ausprobieren. Nach oben kamen dann kleinere Verlage und im dritten Obergeschoss gab es noch eine Prototypengalerie, bei der sich neue Autoren ihre Werke präsentieren konnten. Im vierten Obergeschoss war die Turnierfläche. Turniere gab es reichlich in den zwei Tagen, unter anderem ein Gaia Project Blitz-Turnier, Klong, Klask, Azul, Munchkin, Netrunner, Dominion, Pandemic, Hero Realms, Half Pint Heroes und noch ein paar mehr. Eine Etage höher gab es dann noch eine große Fläche zum freien Spielen und die Spiele konnten sich bei einer Spielothek ausgeliehen werden. Auch wenn die Convention dieses Jahr zwei Stockwerke mehr bekommen hat, füllten sich die Räume dieses Samstag ziemlich gut.

Mein Augenmerk für den Tag war das Gaia Project Blitz-Turnier. So machte ich mich nach dem Flohmarkt und ein wenig Eindrücke sammeln auf in die vierte Etage. Das Turnier verlief in drei Runden bei der jeder Spieler 20 Minuten Zeit für seine Züge hat. Sortiert wurde nach jeder Runde nach einem Schweizer System, bei dem immer die besten zusammen an einem Tisch kommen. So haben eventuell Leute die nicht so viel Glück hatten noch einmal die Chance wieder auf zu steigen. Ich bin ja nicht so der geübteste Gaia Project Spieler und das auf Zeit spielen hatte das nicht noch unbedingt unterstützt. Die Zeit war zum Turnierspiel noch einmal ein zusätzlicher Stressfaktor, obwohl ich eigentlich immer gut mit den 20 Minuten auskam, weißt du zu Beginn nie ob es hinten dann noch ausreicht. Aber nur bei wenigen ging die Zeit so zu neige, dass sie keinen Zug mehr machen durften. Für die erste Runde entschied ich mich für die Geoden. Eigentlich das Volk was ich am besten kennen sollte, doch ich bekam meine Produktion nicht in Gang. Mit schuld war wohl auch, dass die Geoden zu nah an den anderen Völkern war und wir so die gleichen Planeten anstrebten. In der Partie haben dann die Ambas mein Interesse geweckt. Die haben die Fähigkeit ihren Regierungssitz mit einer Mine zu tauschen, was sehr stark ist um neue Allianzen zu bilden. Was ich dann im zweiten Spiel ausprobierte. Ich war zwar mit den Ambas ausreichend erfolgreich doch den Trick mit dem Regierungssitz tauschen konnte ich nicht so richtig einsetzten. Da das hier nicht so ganz relevant für den Sieg war, war es auch nicht so dramatisch. Durch meinen Sieg in der zweiten Runde schaffte ich es an den zweit besten Tisch. Da ich mir keine großen Hoffnungen machte wählte ich ein Volk aus was ich noch nicht kannte und entschied mich für die Nevla. Die haben die Fähigkeit, dass Macht doppelt zählt. Was ganz schön effektiv sein kann um an Ressourcen zu kommen. Doch musste ich leider feststellen, dass die Nevla wohl in kleineren Runden noch effektiver währen, weil dann weniger Machtaktionen weggeschnappt werden. So war ich hier zwar am Anfang lange führend, doch wurde ich zum ende hin ganz schön überrannt. Auch wenn es Blitz-Turnier heißt hat es doch fast den ganzen Tag in Anspruch genommen und es war fast 19⁰⁰ Uhr als das Turnier zu Ende war.

Das ist die Zeit wo die Ausstellerbereiche schließen und dann nur noch die freie Spielfläche zur Verfügung ist. So wurde es ganz oben auch voll und ich hab noch Bekannte getroffen für einen kleinen Absacker. Wir Spielten Itchy Feet ein kleines Reisekartenspiel bei dem alle Touristen sind und zwei Länder bereisen müssen. Um ein Land zu bereisen brauchst du drei Gegenstände und einen Reisepass. Wenn du dran bist kannst du eine Aktion machen. Eine Karte ziehen, einen Tausch anbieten wobei du bei Erfolg noch eine Karte ziehen darfst, Karten recyceln in dem du zwei Karten abwirfst und eine beliebige vom Ablagestapel nimmst, andere beklauen indem du eine Karte abwirfst und eine Karte zufällig von wem anderes ziehst oder du reist durch ein Land. Zum Reisen zeigst du deine Hand und gibst die benötigen Gegenstände ab. Deinen Reisepass behältst du. Ist es dein Land musst du das auch ablegen, danach musst du noch das Land in der Mitte bereisen. Wer das Land in der Mitte als erster bereist gewinnt das Spiel. Als Absacker war das für den heutigen Tag genau das richtige. Es ist schnell runter gespielt und du kannst auch ein wenig Interaktion mit deinen Mitspielern. Mit seiner kleinen Schachtel passt es auch in jedes Handgepäck.

Nach dem anstrengend Tag machte ich mich dann auch schon etwas frühzeitig auf dem Heimweg, statt noch einmal neue Spieler zu suchen und somit ausgeschlafen in den zweiten Tag zu starten.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Gaia Project (Feuerland)
  • Itchy Feet

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