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Das AMIGO Spielefest 2018

ICECOOLVom 15. bis 16. September 2018 fand das AMIGO Spielefest mitten im Mannheimer Luisenparks statt. Ich bin am zweiten Tag den Sonntag zur deutschen Meisterschaft von ICECOOL hingefahren. Um 9⁰⁰ Uhr sollte Beginn der Anmeldung sein doch es dauerte allein schon ein wenig um überhaupt in den Park zu kommen. Mir wurde beim Einlass von anderen Mitstreitern gesagt, dass es Amigo ganz schön chaotisch zu geht. Aber an sich gab es viel Platz zum Spielen und Amigo stellte seine Neuheiten des Jahrgangs vor.

Vor Anfang des ICECOOL Turnierst gab es dann auch noch mal Diskussion wie Turnier überhaupt verlaufen sollte und da einige noch zu anderen Meisterschaften wollten auch persönliche Konflikte bei einzelnen Kontrahenten. Die Diskussionen förderten es aber nicht, dass es schneller geht. So verstrich einige Zeit bis dann endlich mal klar war wie überhaupt gespielt wird. Da muss Amigo vielleicht noch etwas üben in der Planung und vor allem mit der Planung mehrerer Meisterschaften nebeneinander. Es wurde extra beworben, dass es möglich ist auch an mehreren teil zu nehmen, wobei die Realität sich dann für ein paar nicht so rosig widerspiegelte. Gespielte wurden dann in drei Vorrunden nach schweizer System, wobei die besten vier noch eine Finalrunde spielten. Hier zeigte es sich auch raus, dass es die deutsche Meisterschaft war und doch so einige gute Spieler zusammen kam. Leider war ich durch meine Pünklichkeit und dem entsprechenden Schlafmangel etwas geschwächt. Aber eine deutsche Meisterschaft um 9⁰⁰ Uhr morgens anzukündigen ist auch so eine Sache, da nicht alle direkt um die Ecke wohnen. Ich erwischte in allen drei Runden einen dreier Tisch bei dem es noch etwas schwerer ist Punkte zu machen. So konnte ich mich auch schnell vom Erfolg abschreiben. Gewonnen hat das Turnier am Ende der Sohn des Autors, der allerdings nicht als deutscher Meister zugelassen wurde, weil er nicht in Deutschland wohnt. Den ersten Preis machte dann der zweit platzierte und qualifizierte sich somit für die Weltmeisterschaft.

Danach machte ich etwas Pause und schaute mich ein wenig um bis die Set Meisterschaft begann. Hier für haben sich auch ein paar wenige qualifiziert, das dem Veranstalter aber wohl zu wenige waren. So wurde es wohl als offenes Turnier verkündet und schon machten eine ganze Reihe an Menschen mit. Aber auch hier kämpfte ich mit meiner Müdigkeit was bei einem Reaktionsspiel noch mal mehr zur Geltung kam. Doch ich muss sagen es war bemerkenswert zu was für eine Leistung sich manche aufbrachten. Da waren die Karten teilweise kaum auf den Tisch und die erste Runde schon fast vorbei. Das Finale habe ich leider dann nicht mehr mitbekommen, da ich mich schon vorher auf den Heimweg machte.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • ICECOOL (Amigo)
  • Set (Amigo)

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Große Spieletage (Tag 2/3)

ICECOOL Der zweite Tag begann um 10⁰⁰ Uhr in der früh und es kamen neue Spiele noch hinzu. Ich half beim auspacken und auspöppeln. Heute öffnett auch der Spieleflohmarkt. Es gabreichlich Spiele für günstige Preise zum erwerben. Es dauerte auch nicht lange bis sich die Räumlichkeiten allmälich füllten. Im laufe des Tages war es auch so voll, dass noch weitere Tische dazu gestellt werden mussten.

Begonnen haben wir mit die Quacksalber von Quedlinburg. Ein neues Spiel von Schmidt Spiele und mal etwas größer und wenig komplexer was ich sonst so von Schmidt Spiele gewohnt bin. Das Spiel kombiniert einen Bagbuilding Mechanismus mit einer Push-Your-Luck Mechanik. Alle Spieler schlüpfen in die Rolle eines Quacksalber und versuchen die besten Tränke zu brauen. Dabei werden blind Zutaten aus dem eigenen Vorratssack gezogen und in den Kessel hinzu gegeben. Doch vorsicht vor den Knallerbsen. Sollten zu viele in den Kessel gelangen explodiert er. Das heißt du musst aufhören mit dem hinzu fügen von weiteren Zutaten und in einer späteren Phase überlegen ob du Siegpunkte nimmst oder Zutaten einkaufst. Im ersten Zug hatte ich das glück relativ weit zu kommen und konnte mir schon eine schwarze Zutat leisten, die bewirkt, dass ich meinen Starttropfen um eine Position weiter schieben kann wenn ich mehr Schwarze als meine Nachbarn habe. Dies ist sehr hilfreich in dem Spiel um schneller an mehr Geld und/oder Siegpunkte zu kommen. Zu dem haben mir die Blauen Zutaten auch sehr gefallen, da ich bei denen eine gewisse Anzahl an Zutaten aus dem Sack ziehen konnte und dann mir daraus entscheiden konnte ob ich eine Zutat platziere oder nicht. Zu wissen was kommt kann nie verkehrt sein. Andere hatten nicht so viel Glück und bei einem ist der Kessel des öfteren explodiert. So bekam ich relativ früh an die Spitze auf der Siegpunkteleiste. Ab der zweiten Runde gibt es dafür für alle die hinter dem ersten sind noch einen Trost. Auf der Siegpunkteleiste sind Ratten abgebildet und soviele Rattenschwänze wie sie vom ersten Spieler entfernt sind dürfen sie einen Rattenchip im kessel als Schritte vom Starttropfen setzen. Dies gibt einen kleinen Bonus um eine bessere Position zu erlangen, doch das heist auch, dass die Punkte wieder aufgehohlt werden müssen. Für mich lief es sehr gut und mein Vorsprung war irgendwann nicht mehr ein zu hohlen. Die anderen waren am Ende sehr dicht zusammen. Mir hat das Spiel gefallen auch wenn den Push-Your-Luck Mechanismus nicht so ganz meins ist, haben wir uns vorgenommen es am nächsten Tag noch einmal zu probieren.

Danach ging es taktisch weiter mit Azul. Wir waren in der gleichen Konstelation wie beim ersten Azul am Vortag nur dieses mal zu viert. Es wurde auch hier wieder keinem etwas geschenkt und es ging flott vorran. Es dauerte auch nicht lange da hatte der erste auch schon wieder seine erst Farbe vollständig. Der andere hat wieder versucht seine Senkrechten voll zu bekommen, doch dieses mal war es wohl nicht mehr so einfach wie beim letzten mal. Mir haben leider wieder meistens die passenden Steine gefehlt und dann war es auch schon wieder so weit. Es wurde die Schlussrunde eingeleitet. Dieses mal gab es einen klaren Sieger und ich konnte sogar mir den zweiten Platz mit einem Mitspieler teilen. Doch die die schluss gemacht hatte wurde leider letzte. So ist nicht immer eine einfache Sache zu berechnen wann der beste Moment ist um das Spiel zu Beenden.

Direkt im Anschluss ging es dann weiter zum ICECOOL turnier. Die Teilnehmer hatten schon auf uns gewartet. Ich bin eigentlich fast nur eingesprungen weil die Teilnehmerzahl ungünstig war für eine gerechte Aufteilung. Es haben acht an dem Turnier teilgenommen, davon sieben Kinder. Doch war ein witziges und rasantes Turnier. In der ersten Runde an meinem Tisch war einer so gut drauf, dass er des öfteren sogar zwei Fische mit einem schnippen fangen konnte. Er hengte alle ab und war so aufgeregt vor Freude, dass er ein wenig eingebremst werden musste, damit er nicht zu frühe seinen Zug macht. In der zweiten Runde war es dann ein wenig ausgeglichener und ich konnte ein wenig aufhohlen. Was immer hin reichte um ins Finale zu kommen. Da lief es dann auch ganz gut doch einer war ein wenig besser als ich. So bekam ich immer hin noch den zweiten Platz. Später stellte sich herraus, dass es ein Vorrunden Turnier war und ich mich somit für das Deutschland Finale quallifizierte. Dann bin ich mal gespannt auf das Finale im September und werde wohl noch ein wenig versuchen zu üben.

Zum runter kommen von dem Adrenalin gab es dann eine Runde Tac. Wir spielten dieses mal zu sechst in zwei dreier Teams. Ich hatte lange kein glück und kam die ersten Runden einfach nicht raus. Dann machte ich auch noch einen misslichen Fehler und schmiss mit dem Engel eine Kugel meines Spielpartners raus. Doch ein anderer aus unserem Team schafte es als erster seine Kugeln nach Hause zu bringen. Was in einem dreier Team noch vorteilhafter ist als in einem zweier Team, da nun zwischen mehr Kugeln ausgesucht werden kann welche Karte wo am besten passt. Ich war der nächste von unserem Team der alle kugeln drinen hatte. Dann kam die Kunst die letzte Kugel mit drei Spielern noch ein zu lochen. Einmal am Loch vorbei gelang es uns aber schon beim zweiten versuch. Viele sind schon an der letzten Kugel gescheitert, weil dann die Karten bei allen Teampartnern passen muss.

Danach war noch ein wenig Zeit bis zum nächsten Turnier und ich schaute mich um. An einem Tisch versuchten sich welche an Panic Tower. Ein Geschicklichkeitsspiel bei dem Türme aus Holzklötzchen gebaut werden müssen ohne dass sie einstürtzen. Es gibt einen Spielplan mit neun Feldern in unterschiedlicher Farbe. Wenn du dran bist ziehst du eine Karte, die dir in der Regel sagt welches Klötzchen du auf welchen Turm platzieren musst. Auch wenn die Türme früh schon schwanken können sie ganz schön hoch werden. Fies sind auch manchmal die Sonderkarten. Zum beispiel auf den höchsten Turm noch einmal drei Klötze stellen oder einen Turm unter einem anderen setzen. Immer wenn ein Turm einstürzt bekommst du einen Marker. Bei drei Markern scheidest du aus. Alle bis auf einer hatten schnell ihren ersten Marker. Als zwei dann ausgeschieden sind, waren wir nur noch zu zweit. Ich hatte schon einen Marker und mein gegen über noch keinen. Die anderen hatten wohl schon bei Turnieren in dem Spiel mit gemacht, doch ich versuchte die Ruhe zu bewahren. Am Ende hatte ich keinen weiteren Marker bekommen und gewann das Spiel, trotz zitriger Hände.

So langsam trudelten immer mehr Menschen rein die zum Catan Turnier kommen wollen. Es wurden immer mehr Tische für das Turnier bereit gestellt. Es wurden dann acht Tische an denen 32 Leute jeweils zu viert spielten. Wie üblich beim Catan Turnier zog jeder ein Kärtchen auf dem drauf steht wo du wann spielst. Es wurden drei Runden gespielt. In der ersten Runde war ich Startspieler. Ich hoffe zwar immer auf den letzten Platz beim Siedler, doch der wurde mir in diesem Turnier nicht gegönnt. Der Spielplan in der ersten Runde war sehr einseitig. Es gab ein guten Bereich mit all dem Erz und der Rest war eher mager. Da hat sich mal der Startspieler doch gelohnt. Leider wurde mir nicht noch der Erzhafen gegönnt. Aber es lief ganz gut mit dem Erz konnte ich Städte bauen und auf der anderen Inselseite habe ich mein Schafimperium ausgebaut. So war es ein zügiger Sieg. In der zweiten Runde sah es dann ganz anderst aus. Ich war an zweiter Stelle mit dem platzieren und konnte noch einen guten Platz ergattern. Dann wurde es aber schwieriger. Zu Beginn kammen aber wenige Rohstoffe, dafür bekam ich um so mehr den Räuber ab. Im verlauf des Spieles stritten wir uns zu dritt um die längste Handelsstraße und die die meisten Städte und Einnahmen baute still vor sich hin. Es war sehr knapp am ende und gefühlt hatte jeder mal neun Punkte gehabt. Doch dann schafte ich es noch rechtzeitig fertig zu machen. Mit dem Glück, dass vor mir eine sieben gewürfelt wurde und es kein anderer fertig gemacht hatte, weil dadurch die Karten nicht mehr reichten. In der dritten Runde hatten sie schon auf mich gewartet weil unsere zweite Runde so lange dauerte. Hier war ich an dritter Position und bekam einen eigentlich ganz guten Platz mit einer sechs und einer acht auf Schaf und einem Schafhafen. Doch bis ich mal Rohstoffe bekommen habe dauerte es weil immer wieder der Räuber gewürfelt wurde und ich wohl als sehr gefährlich erachtet wurde. Mein Ziel war es eigentlich nur zweiter zu werden und versuchte es mit mühe möglichst irgendwie Punkte zu machen. Am Ende wurde mir dann die längste Handelsstraße weggenommen und alle haben noch ihre Siegpunkte aufgedeckt und ich wurde knapp letzter. Dies reichte denn noch immer hin für den fünften Platz im gesamten Turnier, was bei 32 Leuten eigentlich gar nicht so schlecht ist.

Mit dem Turnier ging dann auch dieser Tag wieder zu Ende und Alle machten sich auf den Heimweg.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Die Quacksalber von Quedlinburg (Schmidt Spiele)
  • Azul (Next Move)
  • Ice Cool (Amigo)
  • Tac (Flower of Life Publishing Company)
  • Panic Tower (Goliath B.V.)
  • Die Siedler von Catan (Kosmos)

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