Archiv der Kategorie 'Messe'

Berliner Brettspiel Con 2018 (Tag 2/2)

Spring MeadowAm Sonntag war dann alles etwas entspannter. Es wurde nicht ganz so voll und vor dem Einlass statt in einer Schlange zu stehen, habe ich mich zu einer Partie Reef gesetzt.

Reef ist die zweite Neuerscheinung nach Azul unter dem Label Next Move. Ein abstraktes Spiel mit einfachen Regeln und doch taktische Tiefe. Nach Azul waren wohl die Erwartungen an das Spiel vielleicht ein wenig zu hoch, doch mir hat es denn noch gefallen und ich glaube es steckt auch mehr drin als auf dem ersten Blick ersichtlich ist. Alle Spieler spielen ein Korallenriff, dass sie möglichst punkteträchtig versuchen wachsen zu lassen. Während deines Zugs hast du zwei Möglichkeiten, eine Karte ziehen oder eine Karte spiele. Für das Ziehen von Karten liegen drei Karten offen in einer Auslage und eine Karte offen auf dem Nachschubstapel. Die Karten von der Auslage sind kostenlos, wenn du die Karte vom Stapel willst musst du einen Siegpunkt auf die Karte mit den wenigsten Siegpunkten legen. Die Karten haben immer zwei Aktionen einmal neue Korallen zum anpflanzen und dann eine Wertung. Für die Wertung ist immer ein Muster abgebildet was beliebig oft erfüllt werden kann doch jede Koralle darf nur einmal gewertet werden. Pro erfüllte Wertung gibt es die Siegpunkte, die auf der Karte stehen. So können einige gute Kombos aufgebaut werden, wenn du passende Karten findest. Das Spiel ist beendet wenn es von einer Korallensorte keine Steine mehr gibt oder es keine Karten mehr zum Nachziehen gibt. Danach darf jeder noch seine Karten Spielen. Da können noch einige Punkte zusammen kommen, somit sollte bedacht sein wann und ob du das Ende einleitest.

Danach waren auch die Tore der Convation geöffnet und wir konnten rein. Ich schaute mich noch mal ein wenig um, aber machte mich erst mal auf den Weg Richtung Azul Turnier. Beim Azul Turnier kamen sieben Tische mit je vier Leuten zu stande. Gespielt wurde im KO-System und nur die jeweiligen Gewinner kamen weiter. Da es sieben Tische waren wurde aus den zweit Platzierten noch einer ausgelost und durfte dann auch noch weiter spielen. In der ersten Runde wurde sich nichts geschenkt, nur eine baute fröhlich vor sich hin. Sie bildete eine gelbe Diagonale und eine passende Senkrechte zu Beginn und machte damit unglaubliche Punkte. Am Ende hatte sie zwei Senkrechte und eine Farbe komplett. Mir hingegen wurde alles weggeschnappt und hatte somit Schwierigkeiten was aufzubauen. So hatte mir dann ein Stein für den zweiten Platz gefehlt und ich war draußen. Nach einem Spiel die Besten zu ermitteln zeigt für mich weniger was von Können, als schnell mal ein Turnier durch ziehen damit es gemacht ist.

Nach meinem Misserfolg ging ich dann wieder in den Ausstellerbereich und hatte nun Zeit um die Neuheit Spring Meadow von der Edition Spielwiese auszuprobieren. In der Etage angekommen hatte sich auch gerade ein Tisch mit drei Spielern gebildet bei dem ich mich anschließen konnte. Spring Meadow ist das dritte und wohl letzte Puzzlespiel in der Rosenbergreihe bei der Edition Spielwiese. Thematisch ist gerade der Winter vorbei und der Schnee fängt an zu schmelzen. Es gibt eine Auslage mit Puzzleteilen wie bei Cottag Garden und Spielertableaus wie bei Indian Summer. Bei den Puzzleteilen gibt es welche mit Loch und welche ohne Loch. Die Löcher sind hier recht Trickreich. Wenn du eine Gruppe von Löchern bildest bekommst du Extrateile in der Größe eins weniger als die Gruppe groß ist. Zu dem gibt es auf dem Tableau Murmeltierhöhlen, die im Grunde nicht über baut werden müssen, aber wenn sie mit einem Loch über baut werde geben sie in der Wertung einen extra Punkt. Du kannst auch eine Murmeltierhöhle ohne Loch über bauen, doch dann musst du ein Murmeltier auf ein freies Loch auf einer Murmeltierhöhle legen und bekommst dafür dann keine Extrapunkte mehr. Eine Wertung wird ausgelöst wenn ein Spieler in seiner Reihe der Auslage nur noch ein Teil oder weniger hat. Der bekommt dann noch ein Picknickkorb der zwei Punkte extra gibt und es wird gewertet. Gewertet werden alle vollständigen Reihen von unten plus die erste angebrochene. Es gibt für jedes bedeckte Feld einen Punkt plus die Murmeltierhöhlen mit den Lochteilen ohne Murmeltieren. Wer zwei Wertungen gewinnt hat das spiel gewonnen. Es war immer sehr knapp. Vor allem am Schluss hat einer ein Teil so gelegt, damit er noch ein vierer Bonusteil bekommt um zwei Reihen zu vervollständigen. Doch dabei musste er eine Murmeltierhöhle über bauen und bekam dann weniger punkte. Hätte er das eigentlich Teil an der Stelle gelegt wo er das Bonusteil platzierte, hätte er zwar kein Bonusteil bekommen dafür mehr Punkte und den Sieg. Somit durfte ich mich über meinen Erfolg freuen.

Im Anschluss habe ich noch ein paar Bekannte beim Cranio Verlag getroffen, die einen Prototypen nach dem anderen ausprobierten. Sie waren gerade fertig mit einem und wollten sich zu dem nächsten aufmachen. Walls of York hieß er und ist ein einfaches Familienspiel bei dem du Mauern einer Stadt errichten musst. Ein Würfelturm gibt an was in der Stadt enthalten sein muss. Jeder Spieler hat ein variables Tableau, aber die sind in jedem Spiel bei allen gleich ausgerichtet. Auf den Tableaus gibt es die entsprechenden Gebäude aber auch Geld und Wikinger. Geld gibt Pluspunkte und Wikinger geben Minuspunkte. Dann gibt ein Würfel an wie die Mauerteile gebaut werden dürfen. Wer eine Stadt fertig hat bekommt dann Geld pro Zug bist die anderen fertig werden. Das ganze wird zwei Runden gespielt und wer die meisten Punkte hat gewinnt. Für Begeisterung hatte das Spiel nicht gesorgt, aber ist vielleicht ganz nett mit Kindern oder mal als Absacker.

Dann musste ich mich wieder einmal auf die Suche nach neuen Spielern machen und ging in die oberste Etage. Da wollten welche Bunny Kingdom an einem neuen Spieletisch spielen und ich konnte nicht nein sagen. Hier errichtete einer gleich zu Beginn ein riesiges Lehnsgut und machte damit unglaubliche Punkte. Ich war während des Spiels immer ganz schönes Schlusslicht. Doch ich hatten am Ende einen ganz schön dicken Stapel an Schriftrollen die mir noch mal ganz schöne Punkte in der Schlusswertung brachten. Am Schluss hatte mir dann doch gar nicht mehr so viel für den ersten Platz gefehlt, aber gereicht hat es leider nicht.

Zum Schluss wollten wir noch was Spielen und entschieden uns nach langen schweren Entscheidungen für Noria. Wieder einmal war ich der einzige der das Spiel schon kannte und ich machte meine gewohnten Züge und die anderen versuchten es mir nach zu machen. Das Spiel ging ganz schön auf Monopolstellungen. Ich ergatterte die ganzen Lampen und Energieschiffe, bekam aber dafür keine Obsidanschiffe ab, die auch für die Lampenproduktion gut gebrauchen könnte. Leider konnten wir das Spiel nicht zu ende spielen, weil die anderen noch vorm Schließen der Convantion zu ein paar Ständen wollten.

Am Schluss der Veranstaltung hauten dann die Fachhändler noch ihre Spiele mit guten Rabatten raus und ich machte noch ein paar Schnäppchen und mich dann so langsam auf dem Heimweg.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Reef (Next Move)
  • Azul (Next Move)
  • Spring Meadow (Edition Spielwiese)
  • Walls of York (Cranio)
  • Bunny Kingdom (iello)
  • Noria (Edition Spielwiese)

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Berliner Brettspiel Con 2018 (Tag 1/2)

Gaia ProjectVom 21. bis 22. Juli 2018 fand die Berliner Brettspiel Con zum zweiten Mal im Kühlhaus in Berlin Kreuzberg statt. Es ist die vierte Berliner Brettspiel Con und so langsam hat sie sich etabliert. Die Anhänger der Brettspielszene reisten von nah und fern an. Ich war schon eine knappe Stunde vor Einlass da. Im Vorjahr war ich damit der erste doch dieses Jahr durfte ich mich um die Zeit schon in einer Schlange anstellen. Immer hin wurden schon Vor Einlass Bändchen verteilt, so dass es dann später schneller Vorwerts gehen kann. Doch der Ansturm war groß so hatte sich wohl die Schlange später noch bis zur nächsten U-Bahnstation ausgedehnt. Beim Öffnen der Hallen war mein erster Weg wieder zum Flohmarkt, doch damit war ich nicht der Einzige, das hatten gefühlt fast alle vor. So gab es ein Engpass und ich hab für den ersten Meter zum Flohmarkt 10 Minuten gebraucht und um ganz durch zu gehen eine halbe Stunde. Wer später kam konnte gut die dreifache Zeit einplanen. Aber einmal durchgekommen gab es eine gigantische Auswahl an Spielen, viele auch noch eingeschweißt. Ich ergatterte mir ein original verpacktes Mage Wars Arena Grundspiel und ein NMBR 9. Danach machte ich mich auf in die weiteren Ebenen. Im Erdgeschoss waren so die Verkaufsstände neben dem Flohmarkt noch zwei Händler und ein T-Shirt Shop. Im ersten Obergeschoss kamen dann die großen Verlage. Ab hier konnten die Neuheiten ausprobieren. Nach oben kamen dann kleinere Verlage und im dritten Obergeschoss gab es noch eine Prototypengalerie, bei der sich neue Autoren ihre Werke präsentieren konnten. Im vierten Obergeschoss war die Turnierfläche. Turniere gab es reichlich in den zwei Tagen, unter anderem ein Gaia Project Blitz-Turnier, Klong, Klask, Azul, Munchkin, Netrunner, Dominion, Pandemic, Hero Realms, Half Pint Heroes und noch ein paar mehr. Eine Etage höher gab es dann noch eine große Fläche zum freien Spielen und die Spiele konnten sich bei einer Spielothek ausgeliehen werden. Auch wenn die Convention dieses Jahr zwei Stockwerke mehr bekommen hat, füllten sich die Räume dieses Samstag ziemlich gut.

Mein Augenmerk für den Tag war das Gaia Project Blitz-Turnier. So machte ich mich nach dem Flohmarkt und ein wenig Eindrücke sammeln auf in die vierte Etage. Das Turnier verlief in drei Runden bei der jeder Spieler 20 Minuten Zeit für seine Züge hat. Sortiert wurde nach jeder Runde nach einem Schweizer System, bei dem immer die besten zusammen an einem Tisch kommen. So haben eventuell Leute die nicht so viel Glück hatten noch einmal die Chance wieder auf zu steigen. Ich bin ja nicht so der geübteste Gaia Project Spieler und das auf Zeit spielen hatte das nicht noch unbedingt unterstützt. Die Zeit war zum Turnierspiel noch einmal ein zusätzlicher Stressfaktor, obwohl ich eigentlich immer gut mit den 20 Minuten auskam, weißt du zu Beginn nie ob es hinten dann noch ausreicht. Aber nur bei wenigen ging die Zeit so zu neige, dass sie keinen Zug mehr machen durften. Für die erste Runde entschied ich mich für die Geoden. Eigentlich das Volk was ich am besten kennen sollte, doch ich bekam meine Produktion nicht in Gang. Mit schuld war wohl auch, dass die Geoden zu nah an den anderen Völkern war und wir so die gleichen Planeten anstrebten. In der Partie haben dann die Ambas mein Interesse geweckt. Die haben die Fähigkeit ihren Regierungssitz mit einer Mine zu tauschen, was sehr stark ist um neue Allianzen zu bilden. Was ich dann im zweiten Spiel ausprobierte. Ich war zwar mit den Ambas ausreichend erfolgreich doch den Trick mit dem Regierungssitz tauschen konnte ich nicht so richtig einsetzten. Da das hier nicht so ganz relevant für den Sieg war, war es auch nicht so dramatisch. Durch meinen Sieg in der zweiten Runde schaffte ich es an den zweit besten Tisch. Da ich mir keine großen Hoffnungen machte wählte ich ein Volk aus was ich noch nicht kannte und entschied mich für die Nevla. Die haben die Fähigkeit, dass Macht doppelt zählt. Was ganz schön effektiv sein kann um an Ressourcen zu kommen. Doch musste ich leider feststellen, dass die Nevla wohl in kleineren Runden noch effektiver währen, weil dann weniger Machtaktionen weggeschnappt werden. So war ich hier zwar am Anfang lange führend, doch wurde ich zum ende hin ganz schön überrannt. Auch wenn es Blitz-Turnier heißt hat es doch fast den ganzen Tag in Anspruch genommen und es war fast 19⁰⁰ Uhr als das Turnier zu Ende war.

Das ist die Zeit wo die Ausstellerbereiche schließen und dann nur noch die freie Spielfläche zur Verfügung ist. So wurde es ganz oben auch voll und ich hab noch Bekannte getroffen für einen kleinen Absacker. Wir Spielten Itchy Feet ein kleines Reisekartenspiel bei dem alle Touristen sind und zwei Länder bereisen müssen. Um ein Land zu bereisen brauchst du drei Gegenstände und einen Reisepass. Wenn du dran bist kannst du eine Aktion machen. Eine Karte ziehen, einen Tausch anbieten wobei du bei Erfolg noch eine Karte ziehen darfst, Karten recyceln in dem du zwei Karten abwirfst und eine beliebige vom Ablagestapel nimmst, andere beklauen indem du eine Karte abwirfst und eine Karte zufällig von wem anderes ziehst oder du reist durch ein Land. Zum Reisen zeigst du deine Hand und gibst die benötigen Gegenstände ab. Deinen Reisepass behältst du. Ist es dein Land musst du das auch ablegen, danach musst du noch das Land in der Mitte bereisen. Wer das Land in der Mitte als erster bereist gewinnt das Spiel. Als Absacker war das für den heutigen Tag genau das richtige. Es ist schnell runter gespielt und du kannst auch ein wenig Interaktion mit deinen Mitspielern. Mit seiner kleinen Schachtel passt es auch in jedes Handgepäck.

Nach dem anstrengend Tag machte ich mich dann auch schon etwas frühzeitig auf dem Heimweg, statt noch einmal neue Spieler zu suchen und somit ausgeschlafen in den zweiten Tag zu starten.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Gaia Project (Feuerland)
  • Itchy Feet

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Spielwiesn in München (Tag 2/2)

Bunny KingdomAm Samstag machte die Spielwiesn schon vor Öffnung ein ganz anderes Bild. Ich war etwa eine halbe Stunde bevor die Türen sich öffneten da und da standen schon an allen Kassen und Eingängen Schlagen von Menschen. Das kommt zu mindestens von der Zahl der Menschen gefühlt näher an Essen als der Tag zu vor. Denn noch liegt hier immer noch das Spielen im Vordergrund. An diesem Tag habe ich mich auch gleich mit einer Gruppe Spielern von Mitgespielt nach oben zur Spielfläche begeben um dort uns Tische zum Spielen zu sichern. Die Spielfläche ist riesig und in mehreren kleineren Separees unterteilt.

Es sollte mit etwas leichtem beginnen und so kam Majesty auf den Tisch. Eine schlichte Neuheit für Freunde des einfachen Familienspiels vom gleichen Autor wie Splendor. Daran könnte es zu mindestens liegen warum hier die Geldmünzen keine Pappmarker sondern zu klein geratene Pokerchips sind. Die Mechaniken des Spieles sind nicht wirklich neu. In der Mitte werden vom Nachziehstapel sechs Karten in einer Reihe aufgedeckt. Wenn du am Zug bist musst du dir eine Karte nehmen. Die Karte, die am weitesten weg vom Stapel ist kostet nichts, je näher die Karte am Stapel ist desto teurer wird sie. Die Karten werden mit Arbeiter bezahlt. Wenn du dir eine Karte ausgewählt hast legst du sie in den dafür zugehörigen Bereich in deinem Königreich, das löst einen Effekt aus je nach Karte die du dir ausgewählt hast. Das ganze geht 12 Runden und dann wird geschaut wer die meisten Punkte bzw Geld hat. Das Spiel war ganz nett um so vor sich hin zu spielen und langsam zu beobachten wie sein Königreich wächst. Das Spiel hat auch eine Variante für fortgeschrittenere Spieler, doch ich weiß nicht ob die auch mehr Spannung ins Spielgeschehen bringt.

Danach war schon die große Frage „What’s next?“. So begab ich mich zur Spiellothek und brachte Bunny Kingdom mit. Ein kleiner Geheimtipp den ich bekommen hatte. Das Spiel hat ein niedliches Erscheinungsbild mit vielen kleinen Häschen, doch es steckt mehr Strategie drin als es den Anschein hat. Die Regeln sind nicht kompliziert. Es ist ein klassisches Draftingspiel. Alle bekommen eine Anzahl an Karten und dürfen sich zwei Karten davon aussuchen, die restlichen werden weiter gegeben. dann werden die Karten ausgespielt und du darfst die wieder zwei Karten aussuchen. Die Karten können zum Beispiel Orte die du in Besitz nimmst, Effekte haben, Bauwerke sein oder Aufträge die dir am Ende Punkte geben. Wenn alle Karten gespielt wurden kommt eine Bauphase in der du Städte errichten oder deine Felder mit kostbaren Rohstoffen bestücken kannst. Danach kommt eine Zwischenwertung. Hierbei wird jedes Landsgut (zusammenhängende Gebiet) separat Gewertet. Es wird die Stärke und der Wohlstand miteinander multipliziert. Stärke entspricht der Größe an Städte und Wohlstand die Anzahl der verschiedenen Rohstoffen in deinem Landsgut. Das geht ganze vier Runden Lang. Das knifflige dabei ist zum einen raus zu suchen was du am besten gebrauchen kannst, doch aber auch was gibst du weiter? Denn mit allen Karten die weiter gibst können deine Mitspieler profitieren. Ich fand es schön gemacht, auch wenn du erst einmal rein kommen musst um zu wissen auf was es eigentlich ankommt. Einer aus unserer Runde war von dem Spiel so begeistert, dass er im Nachhinein gleich runter gegangen ist und es sich gekauft hatte.

Nun brauchte ich erst einmal eine Mittagspause. Als ich diese fast abgeschlossen hätte kam ein kleiner Junge zu mir und fragt mich: „Spielst du?“ Ich: „Nein.“ „Okay, dann spielen wir!“ Und legte ein kleines trading Cardgame namens Final Fantasy auf den Tisch. Eigentlich gar nicht mein Gebiet, aber ich wollte ihm eine Freude machen. So bemerkte ich auch, dass ich ganz schöne Schwierigkeiten hatte rein zu kommen. Die Mechanik war bekannt doch die Begriffe waren schon sehr merkwürdig. Wir spielten eine Partie und der Junge war glücklich. Ich festigte meine Meinung und weiß nun mit Sicherheit was ich nicht brauch.

Im Anschluss gab es wieder eine Diskussion was gespielt werden soll. Dieses mal war die Entscheidung zwischen Magic Maze und Karuba. Nach einem Ausschlusskriterium fiel meine Meinung sofort auf Karuba. Das Spiel kannte ich noch nicht. Im vergangen Jahr wurde es zum Spiel des Jahres nummeriert und es hat eine nette Mechanik. Alle Spieler haben vier unterschiedliche Forscher die durch einen Dschungel zu vier unterschiedliche Tempel müssen. Ein Spieler nimmt ein zufälliges Dschungelplättchen und alle anderen Spieler suchen das gleiche. Auf diesen Plättchen sind Wege abgebildet und so versuchen alle den kürzesten Weg für ihre Forscher zu finden. Theoretisch könnten alle gleich bauen und dann gäb es ein unentschieden, doch mit einem Ehrgeiz zum Sieg trifft das wohl nicht zu. Räumliches Vorstellungsvermögen und guter Übersicht sind dabei auch sehr hilfreich. So schaffte ich es alle meine Forscher als erster ans Ziel zu bringen. Doch dies leitet nur das Ende ein und dann werden noch Punkte gezählt. Wer schneller ein Tempel erreicht bekommt mehr Punkte und auf den Wegen kannst du auch noch mal Diamanten und Gold einsammeln die Punkte geben. So hatte einer zwar nur drei Forscher im Ziel weil er den letzten verbaut hatte, doch dafür wesentlich mehr Diamanten und Gold eingesammelt als ich und es gab ein Unentschieden.

Bevor wieder lang überlegt wird was als nächstes gespielt werden sollte machte ich mich auf den Weg und organisierte ein Memoarrr, für etwas leichtes zwischen durch. Die nette Memorie Variante bei der du keine Pärchen sondern eine Kette aufdeckst und bei jeder Karte immer nur das Tier oder der Hintergrund stimmen muss. Ich hatte einen kleinen Vorteil weil ich schon etwas geübter war, doch es hatte Ehrgeiz geweckt. So spielten wir einige Partien hintereinander. Doch der Tag brachte schon auch seine Anstrengung mit sich und die Atmosphäre auf einer Messe ist auch nicht gerade die beste um sich stark zu konzentrieren. So bemerkte wie doch wie ich hin und wieder Konzentrationsschwächen hatte. Aber auch wenn du mehrere Partien hintereinander spielst und vor allem noch ein wenig geschwächt bist, weißt du nicht mehr genau ob in dieser Partie die gesuchte Karte an der Position sich befindet oder in der vorherigen Partie. Aber es machte denn noch Spass.

Irgendwann kam dann wer mit Bärenpark. Wieder einmal eine Neuheit. Ein Puzzlespiel bei dem es darum geht einen Bärenpark zu bauen. Alle bauen einen eigenen Park und immer wenn du ein Feld mit einem Baufahrzeug zupuzzlest bekommen sie ein neues Teil und wenn du ein Bautrupp zupuzzlest bekommst du einen neuen Parkbereich. Das Spiel endet wenn ein Spieler einen Park mit vier Bereichen zugepuzzlet hat. So versuchte ich immer möglichst große Teile zu bekommen die dann auch noch möglichst viele Punkte geben, um schnell voran zu kommen. Was wohl prinzipiell keine schlechte Strategie ist bei solchen Wettpuzzlespielen ist. So gelang es mir hier dann auch zum Sieg.

Im Anschluss machte ich mich noch einmal auf den weg um ein neues Spiel zu suchen. Den ganzen Tag versuchten wir eigentlich schon Azul oder Viral zu bekommen, doch diese Spiele waren immer vergriffen. Dieses mal suchte ich auch noch einmal alle Spielbereiche ab auf der suchen nach wenigstens einem Exemplar von den beiden. Nach längerem suchen fand ich dann auch ein Azul ganz hinten in der hinteren Spielfläche. Dann hatte ich auch noch Glück, dass es gerade eingepackt wurde und die zwei erzählten mir auch, dass sie schon lange danach gesucht hatten. Azul war dann auch ein schönes Spiel zum ausklingen des Tages. Ich hatte es ja schon am Vortag beschrieben und so spielten wir ein paar Partien bis ich mich dann wieder auf dem Heimweg machte.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Majesty: Deine Krone – Dein Königreich (Hans im Glück)
  • Bunny Kingdom (iello)
  • Final Fantasy Trading Card Game (Square Enix)
  • Karuba (Haba)
  • Memoarrr! (Edition Spielwiese)
  • Bärenpark (Look out Spiele)
  • Azul (Plan B)

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Spielwiesn in München (Tag 1/2)

ViralAm 17. November 2017 startete die Spielwiesn in München. Dies ist meine erste Spielwiesn und so war ich mal gespannt eine andere Messe zu sehen als die in Essen. Die Spielwiesn wird als größte Spielemesse in Süddeutschland bezeichnet und wenn du die ganz Messe betrachtest ist sie auch nicht klein. Die Messe ist in drei Hallen auf geteilt Forscha, Spielwiesn und Modelbahn. Hinzu kommt noch eine größere Spielfläche in den oberen Räumen. Doch wer die Spiel in Essen kennt, wird sich denken wie winzig die Spielwiesn ist. Aber dies hat auch so seine Vorzüge. Es gab kein gedränge, du musstest nicht warten bis du spielen kannst und es gab auch noch Platz zum Spielen. Auch fand ich es schon fast familiär da ich ziemlich viele Gesichter aus den umliegenden Spieletreffs wieder getroffen hatte.

Zu Beginn machte ich meine Runde um mal zu sehen was es so alles geboten ist. Nach der hälfte traf ich schon auf Bekannte die sich auch schon gleich zum Spielen überreden ließen. So machten wir uns auf zur Spielothek um uns ein Spiel zu beratschlagen. Nach etwas Überlegen schlug ich Azul vor, da es ja wohl schon einen ganz schönen hype zur Spiel in essen bekommen hatte und ich es noch testen wollte, was auch promt auf Begeisterung stieß. Azul ist ein Spiel bei dem du prunkvollen Palast mit edlen Fliesen verzierst oder besser gesagt ein Abstraktes Familienspiel bei dem das Thema keine Bedeutung hat. Das Bedeutendere an dem Spiel ist der einfache Mechanismus der einem doch eine ganz schöne Tiefe bieten kann. Es gibt mehrere Scheiben auf denen zu Beginn vier zufällige Steine drauf liegen. In deinem Zug kannst du dir von einem Ort immer alle Steine einer Sorte nehmen, die restlichen wandern in die Mitte (von der auch genommen werden kann). So beeinflusst du nicht nur was du nimmst, sondern auch die Auswahl der folgenden Spieler. Was für sie gut oder schlecht bis hin verhehrend sein kann. Gleichzeitig könntest du dir auch schon überlegen was du nimmst um deinen nächsten Zug vorzubereiten, wenn nicht ein Mitspieler in die queere kommt. Nach der ersten Partie haben wir erst einmal begonnen zu verstehen was eigentlich alles möglich sein kann und in wie weit dinge zu beachten sind. So ist es passiert das auf die erst Partie eine zweite folgte und ein dritte. Die dritte jedoch Spielten wir auf der Rückseite des Spielertableaus mit der fortgeschritteneren Variante. Es zeigte sich einen hohen wiederspielreiz bei dem du willt bist deine Taktig stets zu verfeinern und verbessern bist.

Nach dem Verlegen von portogisischen Fliesen war erst einmal eine Stärkung nötig. Danach konnte es aber auch ziemlich bald mit dem nächsten Spiel weiter gehen und dieses beschäftigte sich auch gleich mit dem menschlichen Köper. Das Spiel heißt Viral und besser gesagt wir versuchen als Vieren einen Körper zu schädigen. Es ist ein Mehrheitenspiel bei dem jeder Spieler ein Stamm von Vieren spielt, die versuchen die meisten Mehrheiten in den Organen zu bekommen. Dabei kann auch ein Organ mal kolabieren und noch eine extra Wertung auslösen. Dabei sterben auch mal Vieren, doch dies können sie auch durch andere Vieren oder der Impfspritze. Du kannst versuchen deine Vieren vor Gefahren zu schützen oder einfach versuchen auf Masse zu setzten. Aber egal was du machst du denkst immer du hast die falschen Karten auf der Hand. Denn in jeder Rund machst du zwei Aktionen mit Karten die du aber erst nach den Aktionen der nächsten Runde wieder bekommst. So hast du nie alle deine Karten zur verfügung und musst dir genau überlegen was machst du wann. Wir haben zu viert gespielt und es machte Spass zu zusehen wie sich ständig alles auf dem Spielplan veränderte. Einwenig schade fand ich, dass die Sonderaktionskarten die du bekommst schon sehr beschrenkt waren, doch dann muss auch hier bei der nächsten Partie die Auswahl besser bedacht werden. Aber bis dahin freue ich mich schon auch auf die nächste Partie.

Der Tag neigte sich dem Ende zu und ich wollte mal noch meine Runde durch die Halle beenden. Was aber erstaunlich schnell ging weil es nicht so groß war. Die einschlägigen großen Verlage hast du hier bei den Ständen vertreten sehen. Doch die vielzalht an kleinen Verlägen die es ein wenig bunter machen fehlte ein wenig. So kehrte ich bald zu meiner Spielerunde zurück und wurde als Absacker noch zu einem Codenames überredet. Das Spiel was letztes Jahr zum Spiel des Jahres gekürt wurde. Zwei Teams versuchen sich mit Begriffen die möglichst viele Begriffe auf den Kart verbinden zu deuten welche Karten die ihren sind. Wer hat zu erst alle richtigen erkannt oder wer trifft auf den Mörder. Ein Partyspiel was ziemlich viel Beliebtheit gewonnen hat, aber meine bis her noch nicht.

Und so endete dann auch mein erster Tag auf meiner ersten Spielwiese. Mal sehen was der zweite mit sich bringen mag.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Azul (Plan B Games)
  • Viral (Corax)
  • Codenames (Czech Games Edition/Heidelberger Spieleverlag)

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Berliner Brettspiel Con 2017 (Tag 2/2)

Dice ForgeAm zweiten Tag war ich wieder pünktlich vor Einlass vor Ort. Die Schlange am Eingang wurde immer länger und es waren einige Gesichter dabei die ich am Vortag schon auf der Convention gesehen habe. Wer heute den Stempel von gestern zeigen konnte kam sogar ein wenig billiger rein.

Mein erstes Ziel war für den Tag eigentlich das neue Spiel Gaia Project von Feuerland. Ein Nachfolger von Terra Mystica. Doch leider war ich zu langsam und eine andere Person besetzte den Platz für seine Gruppe, die schon vier Leute waren. So kam ich dann dann neben an bei der Spielwiese ins gespräch und mir wurde Memoarrr gezeigt. Eine Art Memoryspiel im lustigen Piratenstyle. Es wird ein Raster von fünf mal fünf Karten ausgelegt und wenn du an der Reihe bist musst du eine Karte aufdecken. Der nächste muss eine Karte mit dem gleichen Tier oder dem gleichen Hintergrund aufdecken. Wer eine Karte aufdeckt die nicht passt scheidet aus. Wer als letztes übrig bleibt bekommt eine Schatzkarte. Auf den Schatzkarten sind unterschiedlich viele Edelsteine abgebildet und wer am ende am meisten hat gewinnt das Spiel. Es war ganz nett und ist auch eine schön Alternative zu Memory, die ein wenige mehr einen Wettstreit fördert. Nach unserem Spiel wurde auch eine Liste angefangen für das spätere Turnier. Dafür hab ich mich dann auch gleich mal eingetragen.

Danach entdeckte ich unweit entfernt auf einem Tisch Dice Forge und drei Leute die gerade dabei sind es an zu fangen. Ich fragte ob ich noch mit einsteigen könne und mir wurde auch gleich das Spiel erklärt. Dice Forge hat einen Dicebuilding-Mechanismus auf den ich schon länger warte. Die Würfel funktionieren wie Legosteinene und jede Seite kann ausgetauscht werden, so verbesserst du dir deine Würfel von zeit zu zeit im Spiel immer mehr. Aber im Spiel kannst du dir nicht nur Seiten für deinen Würfel holen, sondern auch Karten die noch mal besondere Effekte bringen. Es gibt auch genügend Karten, so dass nicht immer alle in einer Partie dran kommen und für Abwechslung im Spiel sorgen. Manche Karten haben einen einmaligen Effekt andere einen dauerhaften. Alle Karten geben Siegpunkte und so geht es hier auch wieder darum wer am meisten Siegpunkte hat gewinnt das Spiel. Doch Sieg Punkte bekommst du nicht nur über Karten sonder du kannst auch Seiten deiner Würfel damit bestücken und so bekommst du immer Siegpunkte wenn du sie Würfelst. Was ich recht effektiv empfand. So hab ich wohl auch mich hauptsächlich darauf konzentriert meine Würfel aus zu bauen. Das Konzept ging im Nachhinein auch ganz gut auf und ich gewann das Spiel mit deutlichem Abstand.

Nach dem Erfolg in einem schönen Spiels wollt ich mich zur Turnierfläche auf machen und mich bei Klask auf die Probe stellen. Es dauerte eine weile bis ich einen Mitspieler gefunden habe. Irgendwann fand sich aber einer der wohl das Spiel noch nicht kannte. Wir Spielten so erst einmal ein Probepartie bevor es dann mit dem Turnier los gehen konnte. Die hatte ich noch zu meinen Gunsten entschieden, doch danach war es wohl erst und ich hab in der nächsten Partie kein Fuß mehr gefasst. Für das Turnier mussten zwei Partien gewonnen werden um weiter zu kommen. So folgt noch eine und diese war wesentlich Spannender, aber um ein Punkt musst ich auch diese an meinem Gegenüber abgeben. Am Ende hat als Trost jeder Teilnehmer immer hin noch eine Trinkflasche mit dem Klasklogo bekommen.

Mit dieser Niederlage wollte ich mich dann gleich ins nächste Turnier stürzen. Beim Hunter & Cron Cup fehlte mir noch das Spiel Cottage Garden. Doch am heutigen Tag war deutlich weniger los als am Samstag davor. So brauchte es ein wenig bis ich Spielen konnte und ich nutzte die Pause um mich mit einer Brotzeit zu stärken. Als es so weit war konnte es dann auch nach der Regelerklärung los gehen. Mit den strategischen Möglichkeiten bei dem Spiel bin ich noch nicht so ganz vertraut, so habe ich in der Regel versucht möglichst große Plättchen zu verbauen um schnell meine Gartenabschnitte voll zu bekommen. So konnte ich mir immer hin grade noch so den letzten Bienenstock holen und somit einen extra Punkt ergattern. Zum Ende der fünften Runde war ich auch froh, dass ich die sechste nicht mehr brauchte und somit auch keine Minuspunkte bekam. Es reichte hier auch wieder immer hin für den zweiten Platzt und erstaunlicher Weise hat auch diese Partie wieder einer gewonnen der das Spiel noch nicht kannte. Doch beim Hunter & Cron Cup ist es nicht entscheidend möglichst oft zu gewinnen sondern wer am meisten Siegpunkte von allen drei Spielen gemacht hat. So bin ich mal gespannt wie viel Punkte andere so geschafft haben.

Danach schaute ich noch einmal zu Noria, weil ich einfach begeistert von dem spiel war. Hier waren auch schon wieder Leute fleißig am Spielen. Dann wurde ich gefragt ob ich nicht bei Indian Summer mit machen wollt. Auch ein Prototyp und der Nachfolger von Cottage Garden. Das Design stand noch nicht fest. Es soll vermutlich sich im Herbst abspielen und bunte Laubbilder zusammen puzzlen. Jeder hat einen Spielplan mit sechs Segmenten und ein paar Feldern in unterschiedlichen Farben. Die Puzzleteile haben alle ein Loch und wird das Loch auf ein farbiges Feld gelegt kommt ein Würfel in selbiger Farbe darauf. Wenn ein Segment vollendet ist, bekommst du diesen Würfel. Sind mehrere Felder mit einem Loch in einer bestimmten Form angeordnet so bekommst kannst du ein passendes Extrateil darauf legen und bekommst noch einmal einen Würfel von jeder Farbe die sich darunter befindet. Bei ganz bestimmten Formen gibt es sogar noch einen Extrawürfel dazu. Die Würfel geben dir noch einmal besondere Fähigkeiten zu deinen Zügen hinzu, wenn du sie einsetzt. Gewonnen hat wer seinen Spielplan als erster voll bekommen hat. So hab ich versucht möglichst viele große Puzzleteile zu verbauen und hab weniger darauf geachtet Segment für Segment fertig zu bekommen. Was einem Spieler neben scheinbar wichtiger war. Das war wohl auch ein gutes Konzept und hatte zwar ein Chaos auf meinem Spielplan doch ich war immer hin als erster fertig und dies war auch entscheidend für den Sieg.

Im Anschluss sollte auch gleich das Memoarrr Turnier beginnen. Ich machte mich dann auch schnell auf zur Turnierfläche und kam gerade noch rechtzeitig dort an. Gespielt wurde immer zu dritt. Wir hatten es alle erst einmal auf der Convention gespielt und es war auch eine sehr spannende Partie. Eine konnte leider keinen Schatz für sich gewinnen, so haben wir es unter uns zwei ausgemacht. Sie war am Anfang ganz gut dabei, bis ich dann aufholte. Entscheidend war dann die letzte Runde es war schon fast alles aufgedeckt und ich musste dann für eine Karte aufdecken wo es nur zwei Karten als Möglichkeit in frage kamen, doch diese wurden im ganzen Spiel nicht aufgedeckt. So setzte ich alles auf eine Karte und es war leider die falsche. Bei der Endwertung hatte mir dann ein Edelstein für den Sieg gefehlt und ich schaffte es somit auch nicht eine Runde weiter zu kommen.

Wieder einmal machte ich mich auf in Richtung Noria. Viel hatte sich hier aber nicht getan, es waren noch immer die gleichen Spieler vor ort. Es ist aber auch ein schönes Spiel bei dem du dich gedanklich ganz schön vertiefen kannst. So setzte ich mir zum Ziel zu warten bis diese Partie fertig ist, in der Hoffnung danach auch noch einmal das Spiel spielen zu können. Da es ersichtlich noch dauerte drehte ich noch eine Runde um zu schauen was es noch so gibt und entdeckte auch eine Ecke die ich bis her noch nicht gesichtet hatte, der Streaming Raum. In einem Extra Raum streamten Hunter & Cron während der Convention live übers Internet. Es gab hier Diskussionsrunden und Spielevorstellungen. Als ich den Raum betrat hat Ravensburger grade sein für das Spiel des Jahres nominiertes Spiel Aufbruch nach El Dorado vorgestellt. Ich persönlich fand es auch mal interessant ein Blick hinter die Kamera zu werfen und Hunter & Cron bei ihrer Arbeit zu zusehen. Ich schaute ein paar Spielevorstellung noch zu und machte mich dann abermals auf zu Noria.

Dieses mal war es auch so weit, dass die momentane Partie quasi am Ende war. Es wurden dann noch die Siegpunkte gezählt und Feedback abgegeben. Danach durfte ich mich dann noch einmal an das Spiel setzten und wir bekamen einen dreier Runde zusammen. Ich fand es gut mal mit mehr Spielern das Spiel spielen zu können und ein paar Gedankengänge aus der ersten Partie mit einfließen zu lassen. Dieses mal hatten wir auch das Vergnügen, dass die Autorin persönlich mit am Tisch saß und unser Spielen beobachtet. Für diese Partie entschied ich mich mehr auf das Schiff zu setzten um schneller an Technologie zu kommen und so auch schnell die Politik beeinflussen zu können. Doch so dauerte es auch etwas länger meine Produktion in Gang zu bringen und in der Politik auf zu steigen. Es war alles ein wenig knapp und am Ende war es doch wider hilfreich darauf einzusteigen was die anderen dachten mir entgegen zu wirken. Somit hatt es dann doch noch für einen Sieg gereicht. Aber das ist auch mit ein spannender Punkt bei dem Spiel immer etwas flexibel bleiben.

Im Anschluss wurde wieder aufgerufen, dass geschlossen wird und somit machte ich mich auch so allmälich auf den Heimweg.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Memoarrr! (Edition Spielwiese)
  • Dice Forge (Asmodee)
  • Klask (Game Factory)
  • Cottage Garden (Edition Spielwiese)
  • Idian Summer (Edition Spielwiese)
  • Noria (Edition Spielwiese)

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