Archiv der Kategorie 'Spielewochenende'

Brettspielwochenende im Schwarzwald (Tag 3/3)

Steampunk RallyDie Nächte waren kurz und so war beim Frühstück schon ersichtlich weniger Energie da als zuvor. Die Leute kamen ein wenig später zum Frühstück als gestern, aber das könnte auch daran liegen, dass einige ihre Sachen schon packten. Doch das sollte uns auch nicht abhalten noch den letzten Tag zum Spielen zu nutzen.

Nach dem Frühstück blickte ich abermals auf die Berge an Spiele, dabei wurde ich angesprochen weil ich so suchend aussah. Diese Gelegenheit nutzte ich um noch einmal Steampunk Rally spielen zu können. Der Vorschlag stieß auf Zustimmung und wir holten noch den Besitzer des Spiels ins Boot. So machten wir uns rasch auf ein ereignisreiches Rennen von Erfindern. Wir hatten alle schon mehr oder weniger Erfahrung mit dem Spiel, So entschieden wir uns für eine schwere Route. Jede Runde beginnt mit einem Carddrafting bei dem es verschiedene Aktionskarten und Bauteile für deine Erfindung. Mit deiner Erfindung versuchst du schneller als alle anderen ins Ziel zu kommen. Mit Würfeln die du geschickt auf deine Bauteile platzierst kann du deine Züge bestimmen. Es war ein spannendes Kopf an Kopf rennen. In der vorletzten Runde hatte ich schon bedenken das ich kaum noch vorwärts komme, da ich keine Bewegungsbauteile mehr bekam die ich sinnvoll nutzen konnte. Doch in der letzten Runde dann bekam ich genau das Teil was ich wollte und konnte mit in der Ziel geraden deutlich absetzten. So ist die Schwierigkeit beim Carddrafting nicht nur zu schauen was du selber brauchst sonder auch nicht unbedingt die Karten weiter geben die dein Mitspieler braucht.

Mit einem schönen Start in den Tag ging es dann gleich weiter zum Blumen pflanzen mit Cottag Garden. Ein Spiel bei dem mit einem Puzzlemechanismus versucht wir Blumenbeete voll zu bekommen um damit zu Punkten. Ein nettes Familienspiel, das schnell erklärt ist und reiht sich in der Reihe mit Patchwork und ein Fest für Odin ein. Der Unterschied zu Patchwork ist, dass du es im Spiel öfters schaffst ein Beet voll zu bekommen statt mit einer unfertigen Decke zu enden.

Während wir spielten wurde auch schon das Mittagessen serviert. Diesmal haben sie sich richtig mühe gegeben, es gab Flammenkuchen und sogar eine vegane Variante. Die Flammenkuchen wurden auf Brettern direkt vom Ofen an die Spieltische geliefert. So konnte entspannt während dem Spielen gegessen werden. Zum Nachtisch gab es dann noch süße Flammenkuchen mit Apfelscheiben.

Nach fleißigem Gärtnern und gefülltem Magen ging es dann mit Munchkin Panic weiter. Ein Munchkin-Spiel bei dem gemeinsam versucht wird eine Burg vor Angriffen von Monstern zu verteidigen. Doch die Monster geben unterschiedliche Punkte und wer die meisten hat gewinnt das Spiel, so fern nicht die Burg zerstört wurden und alle verloren haben. So gibt es einige Karten mit denen die Mitspieler geärgert werden können. Was einer auch ausnutzten als er angeblich keine Hoffnung mehr hatte die Burg zu erhalten, griff er nach einem Berg von Schatzkarten. So war ein Feindbild geboren und er ging damit auch schnell in Führung, doch in der letzten Runde verlor er noch ein Monster und somit auch den Sieg.

Danach musste ich mich auf den Heimweg machen und ein tolles, spannendes und ereignisreiches Wochenende ging zu ende.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Steampunk Rally (Roxley)
  • Cottag Garden (Edition Spielwiese)
  • Munchkin Panic (Pegasus)

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Brettspielwochenende im Schwarzwald (Tag 2/3)

Imperial SettlersGanz nach dem Motto die Letzten werden die Ersten sein ging es am nächsten Morgen weiter. So waren die mit am längsten gespielt hatten am Vortag auch gleich einer der ersten, die gleich nach dem Frühstück wieder an den Spieltischen waren.

Ich schloss mich zwei Personen an die gerade begannen Nations das Würfelspiel auszupacken. Mein Favorit unter den Würfelspielen und dachte mir das ist wohl ein guter Start in den Tag. Bei dem spiel geht es darum möglichst gut seine Würfel zu optimieren und versuch an mehr ran zu kommen. Doch diese Partie war recht ungewöhnlich. Es nur kaum Würfel und im letzten Zeitalter, wo normalerweise alle Ressourcen in Wunder gesteckt werden gab es auch kaum welche. So ging meine Strategie nicht ganz auf, aber es war denn noch ein schöner Start in den Tag.

Direkt im Anschluss schlug ich Imperial Settlers vor, das dann auch in Kürze angenommen wurde. Ein Spiel, das ich auch schon länger mal spielen wollte und es auch einen nahen Verwandten hat den ich auch schon sehr gemocht habe – 51st Staate. Mir hat Imperial Settlers sehr gut gefallen spielerisch wie auch optisch. Die Karikaturen bringen einen immer wieder mal zum schmunzeln. Von der Mechanik ist es stark aufgefallen, dass es erst einmal wichtig ist die Karten und die Fähigkeiten seines Volkes kennen zu lernen. Somit ist das erste Spiel immer erst ein Einführungsspiel bis es dann mit der Optimierung begonnen werden kann. Wenn das eigene Deck bekannt ist, ist es wesentlich leichter effektiver Kettenreaktionen zu bilden.

Zwischenzeitlich war auch schon das Mittagsessen zubereitet. Heute wurde gegrillt. Es gab eine große Auswahl an Salaten. Doch das Grillgut war dann doch recht fleischlastig. Zum Ende hin konnte ich aber dann doch noch ein paar Gemüsespieße entdecken die in Alufolie gewickelt waren und ersichtlich von Grill kamen.

Danach ging es auf die See mit das Orakel von Delphi. Spielziel hier ist es möglichst schnell eine gewisse Anzahl an Aufträgen zu erfüllen. Zu Beginn dachte ich mir, dass ich irgendetwas falsch gemacht habe. Da ich recht weit nach hinten abgefallen bin. Doch mein erster Weg war recht weit, wo ich eine Aufgabe mit wenigen Zügen gesehen habe. Mit der Zeit holte ich dann auch wieder auf und zum Schluss wurde es noch mal richtig Spannend. Ich schaffte es als erster ins Ziel zu kommen doch gefolgt von einer weiteren Person in der gleichen Runde. Leider hat dann der TieBreaker nicht zu meinen Gunsten entschieden. Doch ich war auch ein wenig benachteiligt, da einmal beim auswürfeln des Titans ich zwei gleiche Wundkarten bekommen habe und so eine Runde aussetzen musste.

Im Anschluss wollten meine Mitspieler ein Workerplacementspiel spielen, was mir aber nicht gefallen hat. So suchte ich mir alleine etwas Neues. Ich fand eine spielbereite Person und wir wälzten die Berge an Spielen durch nach einem geeigneten Objekt. Spontan stieß noch wer hinzu, der aber meinte nur wenig Zeit zu haben, da er auf ein anderes Spiel warten würde. So kamen wir zu Triumph. Ein kleines abstraktes Kartenspiel mit 14 verschieden farbigen Karten zu je fünf mit unterschiedlichen Eigenschaften. Ziel des Spiels ist es drei Reihen mit gleicher Farbe zu bilden. Zu Beginn erschien es recht einfach bei einer Person, doch dann wurde immer wieder in das Set des Gegenspielers gefuhrwerkt. So blieb es am Ende spannend, aber der Sieg war doch eher eine Glückssache, wer die letzte passende Karte bekommt.

Dann war schon nicht mehr all zu viel Zeit bis zum Abendessen und wir entschieden uns für Order of the Gilded Compass. Ein Würfelzuweisungsspiel mit Indiana Jones Atmosphäre. Im Spiel können Archäologen eingestellt und Pläne, Artefakte und Schätze geborgen werden. Es gibt ein Vielzahl an verschiedenen Modulen, die die einzelnen Partien sehr variieren können.

Nach den Ausgrabungen ging es dann zum Abendessen hinüber. Es gab mal wieder Salat.

In der nächsten Etappe schloss ich mich Leuten an die Tzolk‘in spielen wollten. Das Thema bei dem Spiel ist der Mayakalender. Im Grunde ein klassisches Workerplacementspiel, allerdings mit einem interessanten Zahnradmechanismus. Es gibt fünf kleine Zahnräder auf denen Arbeiter abgestellt oder entnommen werden können. Beim entfernen von Arbeitern auf den Zahnrädern werden die örtlichen Aktionen durchgeführt. In der Mitte der kleinen Zahnrädern ist ein Großes, dass die kleinen antreibt. Wenn das große Zahnrad sich einmal um die eigene Achse gedreht hat endet das Spiel. Die Zahnräder haben mir gut gefallen. So konnte jeder sich ausrechnen was wann möglich ist. So lang ein Platz frei ist, aber das ist ja bei Workerplacementspiel so bekanntlich üblich.

Kurz vor Ende von Tzolk‘in wurde ich gefragt ob ich bei einer Partie Mage Knight mit machen würde. Ein weiteres Spiel was auf meiner Liste zu spielender Spiele stand. So nahm ich das Angebot an und begab mit in eine Fantasywelt voll Abenteuer. Es ist ein recht umfangreiches komplexes Spiel mit viel Atmosphäre. Eigentlich genau mein Spiel, doch beim ersten Mal hatte ich die Kämpfe nicht wirklich verstanden. Es gibt hier soviel zu beachten das die Zahlen auf den Chips nie das sind was sie angeben. Für das spiel sollte sich auch genug Zeit genommen werden. wir haben etwa zwei Stunden gespielt und waren ungefähr bei der Hälfte. Dann gab auch der erste auf, weil es schon schwer war noch hinterher zu kommen und es auch schon spät war und es wohl noch mal so lange dauern würde. Wenn mal wieder ausreichend Zeit und die richtigen Spieler vorhanden sind würde ich mich vielleicht noch einmal an das Spiel wagen, doch so denk ich es wird schwer dafür Mitspieler zu finden und werde denke ich eher zu anderen Spielen mit ähnlicher Thematik greifen.

Zu guter Letzt gab es dann noch Willkommen im Dungeon als Absacker. Auch ein Fantasyspiel aber eher ein etwas lustigeres und sehr kurzweiliges. Es gibt immer einen Helden der in den Dungeon gehen soll. Wenn du an der Reihe bist kannst du dir eine Karte mit einem Monster verdeckt nehmen, anschauen und sagen das geht noch oder du nimmst es raus und entfernst einen Gegenstand vom Helden. Du kannst aber auch passen und sagen es ist zu gefährlich. Wer als letzter noch im Spiel ist muss den Dungeon betreten und hoffen zu überleben. Wer zweimal das geschafft hat gewinnt, bei zwei Niederlagen bist du allerdings tot und scheidest aus. Das war genau das richtige Spiel zum ausklingen nach so einem epischen Brocken und so gib es danach in die Gemächer bis zum nächsten Morgen.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Nations: Das Würfelspiel (Lautapelit.fi)
  • Imperial Settlers (Pegasus)
  • Das Orakel von Delphi (Pegasus)
  • Triumph (Sabatini, LLC)
  • Order of the Gilded Compass (Grey Fox Games)
  • Tzolk‘in – Der Maya Kalender (Czech Games Edition)
  • Mage Knight (Pegasus)
  • Willkommen im Dungeon (iello)

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Brettspielwochenende im Schwarzwald (Tag 1/3)

AdrenalineAm 27. Januar 2017 begann das Brettspielwochenende im Schwarzwald, was von der Spielrunde aus Emmendingen organisiert wurde. Hier für wurde eine Herberge versteckt in einer verschneiten Berglandschaft ausgesucht. Vor Beginn wurden erst einmal noch alles hergerichtet. Tische verrückt, Spiele platziert und Getränke eingeräumt. Bis dann so langsam die ersten Teilnehmer eintrudelten. Für das Wochenende haben 46 Menschen zugesagt, davon 41 Erwachsene und 5 Kinder.

Während der Vorbereitungen wurde ich auch schon von den ersten Kindern zum Spielen mit eingespannt. So war mein erstes Spiel an diesem Wochenende Tempo, kleine Schnecke! Ein Schneckenrennspiel bei dem drei Farbwürfel bestimmen ob deine Schnecken vorwärts gehen oder nicht. Es war ein spannendes Kopf an Kopf Rennen und die rosane Schnecke hatte zu erst das Ziel erreicht.

Noch bevor die große Meute kam hatten wir schon mit dem ersten Spiel begonnen, nämlich Adrenaline. Das Spiel ist ein Egoshooter als Brettspiel. Mit einem interessanten Mechanismus, dass je mehr Treffer du hast desto mehr Fähigkeiten (Adrenalin) bekommst du. Wir waren zu viert und hatten alle das Spiel noch nicht gespielt. So schlichen sich bei der ersten Partie immer wieder einmal kleine Fehler ein und wir sahen die erste Partie mehr als eine Proberunde. So folgte danach auch gleich eine weitere Partie um das Spiel noch mehr zu vertiefen. Diese lief dann auch wesentlich besser und wir wussten schon in etwa auf was wir achten können. Aber das Potential des Spiels war damit noch lange nicht ausgeschöpft und kann gerne auch noch öfter mal auf dem Tisch landen um Feinheiten noch mehr auszuarbeiten.

Im Anschluss gab es das erste Abendessen. Es gab mehrere kalte Platten doch für Veganer nur zwei kleine Salate und trocken Brot, doch die waren hier leider auch nicht so stark vertreten. Ich bin da dann mal noch gespannt was die Tage noch an Essen geboten wird.

Während einige noch aßen hielten wir dann schon mal Ausschau was wir als nächstes spielen könnten. Wir hätten uns beinahe für Mage Wars entschieden da kamen andere in den Raum und meinten sie würden Scythe spielen und hätten noch Platz für zwei. Da konnte ich nicht nein sagen und wir schlossen uns an. Doch da wusste ich noch nicht wie gut die waren. Wir hatten einen Neuling dabei dem das Spiel schnell erklärt wurde und dann wurde auch schon ziemlich zügig begonnen. Es dauerte auch nicht lange da waren schon die ersten Sterne verteilt. Es war gar nicht einfach bei dem Tempo mit zu halten. So war es immer recht klar wer das rennen macht. Nach dem ersten Spiel folgt noch ein zweites und ein drittes. Immer in einer andere Besetzung der einzelnen Völker. Doch nie einfach gegen so gute Spieler zu spielen. Was auch ein Vorteil für solch ein Treffen ist. Doch mein Kopf fing schon ganz schön zum rauchen an und ich glaube für den nächsten Tag muss ich auch ein paar leichte, schöne Partien dazwischen schieben.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Tempo, kleine Schnecke! (Ravensburger)
  • Adrenaline (Czech Games Edition/Heidelberger Spieleverlag)
  • Scythe (Stonemaier Games)

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Spielewochenende im Oberharz (Tag 3/3)

Terra Mystica - Feuer & EisDer letzte Tag ist angebrochen und wir frühstückten zu nächst erst mal gemeinsam. Am Vortag hatten wir schon ausgemacht, das heute Scythe dran kommen sollte. Einige hatten daran Interesse, weil sie es noch nicht kannten und da es Optisch einem Spiel nachahmt das auf Kämpfen aus ist, aber spielerisch dann doch eher ein Aufbaustrategiespiel ist wobei der Kampf nur eine eher vernachlässigende Rolle spielt. Wir brachten eine große Runde mit fünf Personen zusammen. Keiner kannte das Spiel bis auf ich und so machte ich mich ans erklären. Dies nahm so einige Zeit in Anspruch und nach knapp einer Stunde konnten wir dann auch los legen. Ich hatte die Ehre die Russen zu spielen, das Volk hatte ich bis lang noch nicht gespielt. Zu Beginn konnte ich die besonderen Fähigkeiten nicht wirklich nutzen, doch in Mitte des Spiel konnte ich damit dann sehr schnell viele Sterne auf einmal erzielen. Aber Punkte mäßig sah es dann nicht so überwältigend aus. Das könnte aber auch einwenig daran liegen dass wir zu fünft waren und das ausbreiten dadurch schon ein wenig erschwert ist. Die Entwertung war auch ziemlich knapp und ich schaffte es gerade so mit einem Punkt auf den ersten Platz. Es wurde auch ziemlich gut gespielt dafür, dass es eine komplette Runde von Neueinsteigern war.

Danach machten wir eine Mittagspause, die dann auch ins verabschieden hinüber ging. Das große Abreisen begann, alle gingen wieder nach Hause, nur ich hab noch eine Nacht dran gehängt da meine Heimreise doch einen ganzen Tag in Anspruch nimmt und ich somit den Sonntag verloren hätte.

Nach dem alle abgereist waren wurde mir Yinsh gezeigt. Ein schlichtes abstraktes Strategiespiel bei dem versucht wird dreimal eine Fünferreihe an Steinen zusammen zu bringen. Ich schlug mich wacker, doch dieses Spiel bedarf an Übung um sich einen Überblick an den taktischen Möglichkeiten zu schaffen.

Ein wenig Später sollte es dann Terra Mystica sein. Das schöne Aufbaustrategiespiel war mir schon bekannt doch hier hatte ich mal die Gelegenheit die Erweiterung Feuer und Eis auszuprobieren. Bei dieser Gelegenheit wollte ich auch gleich eins der neuen Rassen ausprobieren und nahm die Yetis. Sie waren auch eigentlich ganz gut zu spielen, doch die Schwierigkeit hierbei war es Punkte zu machen. Doch während dem Spiel wurde es mir auch gesagt, dass diese Erfahrung öfters gemacht wird mit den Yetis. Aber denn noch hat es Spass gemacht und es war interessant zu sehen wie andere ihre Rassen spielten.

Im Anschluss ging es dann schon auf das Abendessen zu. Der Speiseraum war ersichtlich leerer als noch die Tage zu vor. Aber nach dem Essen schlug ich Blood Rage vor und wir spielten es noch zu dritt. Wir waren alle keine erfahrene Spieler und hatten es nur einmal zuvor gespielt, was aber auch schon eine Zeit zurück lag. Wir überflogen noch einmal die Regeln, doch während dem Spiel schlichen sich immer wieder kleine Fehler ein. Aber dies bremste den Spielspass nicht wesentlich. Bei dem Spiel ist es sehr schön zu sehen, dass es nicht nur Sinn macht auf Sieg zu setzten, denn hier können auch aus Niederlagen einige Punkte erzielt werden. So bleibt es bei jeden Zug spannend ob der gegenüber gerade auf Sieg oder Niederlage einer Schlacht setzt.

Mit gloreichen Schlachten in der Wikingerkultur ging dann der Tag zu Ende und somit auch ein spielerisches Wochenende in einer Schneelandschaft im Oberharz.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Scythe (Stonemaier Games)
  • Terra Mystica – Feuer & Eis (Feuerland)
  • Blood Rage (Cool Mini or Not)

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Spielewochenende im Oberharz (Tag 2/3)

Roll for the GalaxyHeute bin ich gegen 9¹⁵ Uhr aufgestanden und aus meinem Zimmer gestiefelt. Im Aufenthaltsraum war auch schon die ersten und haben mit dem Spielen begonnen. Ich aber begab mich zu erst einmal ins Esszimmer um mir ein Frühstück zu gönnen bevor das große Spielen los geht.

Als ich mein Frühstück beendete und in den Aufenthaltsraum zurückkehrte, wurde an einem Tisch gerade Puerto Rico aufgebaut dem ich mich anschloss. Das war ein schönes Spiel um den Tag zu beginnen. Hier war es auch noch die Neuauflage mit einer kleinen Erweiterung Namens neue Gebäude, die ich noch nicht kannte. Bei der Neuauflage warein einige Dinge Grafisch schöner dargestellt, doch spielerisch war es hin und wieder ein wenig von Nachteil. Die Erweiterung hatte am Spiel kaum etwas verändert, es gab nur ein paar neue Gebäude die neue Kniffe mit sich brachten. So bleibt das gleiche Spielgefühl, aber mit neuem Schwung. Das Spiel lief ziemlich gut und ich freute mich über einen deutlichen Sieg in den Morgenstunden.

Im Anschluss sah es so aus als wäre ein weiterer Tisch nicht mehr lange am Spielen und wir entschieden etwas kürzeres zu Spielen. Einer packte Monsta aus einer Schublade aus. Was Interesse bei einigen weckte, da sie es schon hatten aber noch nie gespielt hatten. Es ist ein recht einfaches Karten spiel mit einem ein wenig kniffligen Bietmechanismus. Es müssen Sets gebildet werden die dann am Ende punkte bringen. Meine Begeisterung hielt sich bei dem Kartenspiel stark in Grenzen.

Danach gab es aber erst einmal eine Mittagspause und weitere Spieler erwachten aus ihren Träumen. So ging es dann ein wenig später frisch gestärkt und mir frischen Leuten wieder weiter. Ich schlug Roll for the Galaxy vor. Ein schönes Optimierungsspiel mit unzählig vielen kleinen Würfel. Du überlegst dir Heimlich deinen Zug hinter einem Sichtschirm und kannst dann erkunden, entwickeln, siedeln, Güter produzieren und verladen. Das stieß auf große Begeisterung und ich würde es auch gerne öfters mal spielen.

Um wieder einmal die Spieler durch zu wechseln wurde die Wartezeit wieder einmal mit einem kleinen Spiel überbrückt. Diesmal mit Yucata. Ein abstraktes einfaches Spiel, bei dem es einen Weg mit Steinen gibt. Wer über einen Stein geht bekommt hin doch es gibt nicht nur Steine die Pluspunkte geben sondern auch welche die Minuspunkte geben. Mit Handkarten wird bestimmt wie weit du gehen kannst, doch dies sollte weise gewählt sein. Für Leute die kurze abstrakte Spiele mögen kann es vielleicht ganz interessant sein, doch meinen Geschmack hat dies auch wieder nicht getroffen.

Nun war es nur noch etwa eine Stunde bis zum Abendessen. Da sich einige abgeseilt hatten und wir dann noch sechs Leute waren wurde Camel up vorgeschlagen, doch dies stieß nicht auf große Begeisterung und ich empfohl Colt Express als eine bessere Alternative. So versetzten wir uns in die Rolle eines Banditen und plünderten einen Zug. Bei der Halbzeit gab es aller Dings eine Unterbrechung, denn das Abendessen war zubereitet. Mit vollem Magen und neue Mut ging es dann aber auch rasch weiter. Es machte wieder großen Spass und es war ein wildes Durcheinander. Am Ende war es so knapp wie ich es noch nie gesehen hatte. Die ersten drei Plätze waren hatten nur einen Unterschied von 50$.

Nach den rasanten Schießereien im wilden Westen durfte es aber auch wieder etwas ruhiges, großes, komplexes sein. So viel die Wahl nach einen Ausschlussverfahren auf Viticultur. Ein Workerplacementspiel bei dem es darum geht Wein anzubauen, produzieren und zu vermarkten. An sich ist es ein schönes Spiel mit tollem Material. Mich konnte nur das Thema nicht überzeugen und Workerplacementspiele liegen bei mir auch nicht ganz vorne auf meiner Liste. Doch bei der letzten Runde kurz vor Schluss habe ich mich dann doch noch ganz schön gefreut. Ich schaffte es mich von der letzten Position mit nur gut einer Hand voll Punkten mich bist fast ganz ob auf der Punkteleiste auf den zweiten Platz zu katapultieren. Solche Mechanismen gefallen mir oftmals sehr gut. Wenn ich während einem Spiel mich recht unscheinbar auf etwas vorbereiten und dann im letzten Moment alles raus holen kann.

Als Absacker für den Abend kam dann doch noch mal Camel up auf den Tisch. Auch wieder ein einfaches Familien Spiel, was Spiel des Jahres 2015 geworden ist. Es dreht sich um ein Kamelrennen und es wird auf alles mögliche gewettet um möglichst viel Geld zu machen. Die erste Partie ging ziemlich rasch vorrüber und es ist auch nicht viel passiert. So sollte der eine zweite folgen. Diese sah dann schon ganz anders aus und es wurde viel mehr gewettet und Oasen platziert um möglichst Gewinn bringend am Ende da zu stehn. Für einen Absacker war es an diesem Tag wohl auch genau das Richtige und so verflüchtigten sich die letzten Überbliebenen nach dem Spiel in ihren Betten.

Was bei mir alles auf dem Tisch kam:

  • Puerto Rico (Ravensburger)
  • Monsta (Amigo)
  • Roll for the Galaxy (Pegasus)
  • Yucata (Hans im Glück)
  • Colt Express (Ludonaute)
  • Viticulture (Stonemaier Games/Feuerland)
  • Camel Up (Pegasus)

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